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Bittere Heimniederlage für Holzheim, SC Kapellen gewinnt

Fußball-Landesliga : Bittere Heimniederlage für Holzheim

Vom heimischen Trio in der Fußball-Landesliga siegte nur Kapellen, beim VfB Hilden II gab es einen Erfolg. Kleinenbroich schlug sich beim Primus wacker, stand am Ende aber in Viersen mal wieder mit leeren Händen da.

Wie bitter ist das denn? Der bislang sieglose SC Teutonia Kleinenbroich war drauf und dran, beim Tabellenführer 1. FC Viersen einen Punkt mitzunehmen, stand dann aber doch mit leeren Händen da. Weil auf heimischem Platz auch Holzheim patzte, konnte aus Kreissicht am Wochenende nur der SC Kapellen in der Fußball-Landesliga einen Sieg einfahren.

Holzheimer SG – SG Unterrath 1:2 (1:1). HSG-Coach Hamid Derkhshan hatte im Vorfeld der Partie vor den spielerischen Qualitäten der Unterrather gewarnt und sah sich hinterher bestätigt. „Ich kann den Jungs vom Einsatz her keinen Vorwurf machen. Aber wir haben uns für die investierte Energie nicht belohnt“, sagte Derakhshan, der zunächst sah, wie seine Mannschaft ordentlich ins Spiel fand und sich Chancen herausspielte. Folgerichtig war dann auch die Führung durch Steven Dyla (25.). Anschließend glitt den Gastgebern die Partie aber zusehends aus den Händen, auch weil die Gäste deutlich zulegten. Ihnen gelang dann auch noch der Ausgleich durch Yukichi Sasaki (38.). Nach dem Seitenwechsel forcierten die Holzheimer ihre Offensivbemühungen, verloren aber die Linie und leisteten sich zu viele Ballverluste. Dem 2:1 (73.) der Gäste durch Salim El Fahmi hatte die HSG nicht mehr viel entgegenzusetzen. „Wir haben eine große Chance vergeben, etwas sorgenfreier in die Zukunft zu schauen“, meinte Hamid Derakhshan. Am Mittwoch steht zunächst die Heimpartie im Niederrheinpokal gegen den Oberligisten 1. FC Monheim an.

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VfB Hilden II – SC Kapellen 2:4 (0:0). Nach der schweren Auswärtspartie am Freitagabend war SCK-Coach Björn Feldberg voll des Lobes für seine Mannschaft: „Mit unseren jungen Mannschaft in einer so hitzigen Atmosphäre gegen einen so starken Gegner zu bestehen, ist schon stark. Mit wie viel Herzblut die Jungs Woche für Woche spielen, das macht mich stolz.“ In dem Flutlichtspiel vor knapp 250 Zuschauern fanden die Kapellener gut in die Partie, verpassten es aber, im ersten Durchgang in Führung zu gehen. Angesichts eines nicht gegebenen Strafstoßes, eines Abseitstors und eines Alleingangs von Robert Willschrey auf das Hildener Tor war die aber möglich gewesen. Nach einer taktischen und personellen Umstellung in der zweiten Hälfte gelang es Willschrey dann aber, mit einem Kopfball nach einer Ecke den SCK 1:0 in Front zu bringen. „Ein Lob an meinen Co-Trainer Willi Rütten, der mit den Jungs an unseren Standards gearbeitet hat“, sagte Feldberg. Die Führung war der Startschuss für eine wilde Fahrt mit ganz vielen Toren. Zunächst erhöhte Kapellen durch Dzenan Sinanovic auf 2:0 (53.), ehe die die Gastgeber nur wenig später durch einen Strafstoß von Moritz Holz auf 1:2 (56.) verkürzen konnten. Doch die Kapellener ließen sich nicht von ihrem Weg abbringen, hielten das Tempo hoch und sorgten durch einen Doppelschlag von Pablo Ramm (62.) und Efe Özen (73.) für eine Vorentscheidung. Hilden konnte zwar auf 2:4 (80.) verkürzen, doch zu mehr als zu einer Roten Karte wenig später reichte es nicht mehr.

1. FC Viersen – Teutonia Kleinenbroich 3:2 (1:1). In der jüngeren Vergangenheit waren die Spiele der Teutonen gegen Viersen immer etwas Besonderes. Und auch dieses Mal ging es im Stadion Hoher Busch hoch her. Viel fehlte nicht, um den Kleinenbroichern ausgerechnet beim Titlelkandidaten und Tabellenführer das erste Erfolgserlebnis der Saison zu bescheren. Doch in der Schlussphase unterlief den personell nach wie vor arg gebeutelten Gästen mal wieder ein individueller Fehler, den die seit der 56. Minute in Unterzahl agierenden Gäste durch Harun Ünlü (82.) doch zum viel umjubelten Siegtreffer nutzten. „Trotzdem bin ich zufrieden damit, das war eine klasse Leistung meiner Mannschaft. Da war ein Team auf dem Platz, das Gras gefressen hat. Darauf können wir aufbauen“, meinte Teutonia-Coach Norbert Müller. Trotz der gravierenden Ausfälle in der Abwehr gelang es seinem Team, mit einer defensiven Grundausrichtung die Räume so eng zu machen, dass den Viersenern nur wenig einfiel. Einen der geplanten Nadelstiche nutzte Philipp Richter früh zur 1:0-Führung (8.), die Viersen allerdings noch vor der Pause ausglich (25.). Direkt nach Wiederanpfiff gab es in Form des 2:1 den nächsten Nackenschlag für die Gäste, doch dann spielte ihnen eine Gelb-Rote Karte gegen den 1. FC in die Karten. Als dann ausgerechnet Dominik Klouth. der zwei Jahre das Trikot der Viersener getragen hatte, zum 2:2 traf, keimte Hoffnung auf zumindest einen Punkt auf. Doch die Hoffnung erfüllte sich letztlich nicht.