Bezirksliga: Uedesheim dreht im Derby gegen Dormagen ganz spät auf.

Fußball : Uedesheims Koziatek wird zum Dormagen-Schreck

Bezirksliga: Jüchen gelingt Befreiungsschlag im Derby gegen Odenkirchen, Teutonia Kleinenbroich weiter ohne Punktverlust.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Durch die späte Derby-Niederlage in der Bezirksliga gegen Uedesheim bleibt Dormagen weiter ohne Punkt und läuft bereits nach zwei Spieltagen den eigenen Ansprüchen hinterher. Kaarst erlebt in „Roki“ ein kleines Debakel.

SV Uedesheim – TSV Bayer Dormagen 2:1 (0:0). „... und dann kam auch noch Pech dazu“. Nach der Auftaktschlappe folgte für Frank Lambertz und seinen TSV die bittere „Last-Minute-Derbyniederlage“ gegen Uedesheim. Bis zur 85. Minute führten die Dormagener mit 1:0 durch ein Traumtor von Oliver Brehmer – und sie trafen noch zweimal den Innenpfosten. „Wir waren übers ganze Spiel gesehen die bessere Mannschaft“, sagte Lambertz. In der Schlussphase setzte Dalibor Dobras Elf dann auf die Taktik „Alles oder Nichts“ und drehte durch zwei Treffer in der 85. und 88. Minute von Lukasz Koziatek die Partie. „Am Ende war es sicherlich glücklich, aber wir haben verdient gewonnen“, findet Dobras. Der TSV will nach zwei Nullnummern am Sonntag gegen Odenkirchen „das Glück erzwingen“ (Anpfiff 15 Uhr). Dobras muss mit seiner Mannschaft zu den ungeschlagenen Kleinenbroichern, die der SV-Coach „schon vorher auf seinem Zettel stehen hatte“ und jede Menge Respekt entgegenbringt (Anpfiff 15.30 Uhr).

SpVg Odenkirchen – VfL Jüchen/Garzweiler 1:4 (1:1). „Die Jungs waren mit dem Kopf noch ganz woanders“, erklärte Trainer Winkens den Fehlstart in das Derby mit vielen Nebengeschichten. Nach neun Minuten lagen die Favoriten aus Jüchen hinten und brauchten eine Weile, sich zu sortieren, ehe Sven Raddatz in der 33. Minute für den Ausgleich sorgte. In der Pause fand Winkens dann ganz offensichtlich die richtigen Worte, um seine Mannschaft auf Kurs zu bringen. Der Ex-Odenkirchener Sven Moseler brachte seinen neuen Verein nach 48 Minuten erstmals in Führung. Michael Kersten (67.) und Sven Raddatz (86.) sicherten mit ihren Treffern den Derbysieg. „Der Sieg war wichtig und tut allen Beteiligten einfach gut“, sagt Winkens mit Blick auf die Erwartungshaltung, die um das Team herum herrscht. Gegen „Roki“ (Anpfiff 15 Uhr), so Winkens,  „müssen sie definitiv aufpassen“. Der Aufsteiger ist bisher noch ohne Gegentor und könnte den VfL mächtig prüfen.

SC Teutonia Kleinenbroich – SSV Grefrath 4:1 (2:1). Nach dem zweiten Saisonspiel ist Norbert Müller, Trainer der Teutonen, ganz und gar nicht zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. „Das war ein zerfahrenes Spiel mit vielen Unkonzentriertheiten und unnötigen Fehlern“, so Müller. Und das, obwohl seine Mannschaft mit drei Toren Unterschied gewann und mit sechs Punkten aus zwei Spielen dasteht. „Der Start ist geglückt, aber das Ergebnis ist das einzige, was mich zufrieden stimmt“, sagte Müller, der vor dem Spiel am Sonntag (Anpfiff 15.30 Uhr) gegen SV Uedesheim ausdrücklich warnt. „Wir müssen uns eine ganze Ecke steigern. Das wird ein ganz anderes Spiel“, sagt der erfahrene Coach, der den kommenden Gegner besonders in der Defensive weit vorne sieht. „Da werden wir nicht so viel Platz bekommen, wie in den Spielen bisher“, befürchtet Müller vor der Partie.

SG Rommerskirchen/Gilbach – SG Kaarst 4:0 (2:0). Bei seinem ersten Saisonsieg überrollte der Aufsteiger komplett überforderte Kaarster. „Wir haben von Beginn an mehr vom Spiel gehabt und so hart das klingt, es hätte noch höher ausgehen müssen“, sagte „Roki“-Trainer Dennis Zellmann zum Auftritt seiner Mannschaft. Andre Jansen hingegen muss die Niederlage seiner SG akzeptieren. „Die Probleme, die wir schon erkannt haben, wurden noch mal bestätigt“, ist Jansen über die hohe Niederlage nicht überrascht. Meikel Kuppel konnte sich an seinem Geburtstag zweimal in die Torschützenliste eintragen. Marc Naroska und Martin Steltzel trafen jeweils einmal. Für den Aufsteiger wird die Aufgabe am Sonntag im Auswärtsspiel bei Titelkandidat Jüchen, laut Zellmann, „selbstverständlich viel schwerer“. Kaarst empfängt derweil den ungeschlagenen 1. FC Viersen und trifft dabei „nochmal auf eine ganz andere Hausnummer“ (beide Partien Anpfiff 15 Uhr).

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