Bezirksliga: Teutonia Kleinenbroich weiter ohne Punktverlust.

Fußball : Klouth-Festspiele bei Kleinenbroichs Kantersieg

Bezirksliga: Bayer Dormagen schießt sich Frust von der Seele. Jüchen schlägt „Roki“ bravourös, Kaarst spielt zu Hause desaströs.

Die Teutonia Kleinenbroich ist die Überraschung der noch jungen Saison in der Bezirksliga drei. Bei den Klouth-Festspielen überrollt der SC die ambitionierten Uedesheimer. Jüchen wird seiner Favoritenrolle gerecht, Dormagen gelingt der Befreiungsschlag. Kaarst hingegen erlebt zu Hause ein historisches Debakel.

SC Teutonia Kleinenbroich – SV Uedesheim 6:1 (3:0). Eine One-Man-Show sicherte den Teutonen den dritten Sieg im dritten Spiel und vergoldete den ohnehin schon gelungenen Saisonstart. Vier Tore und ein „unnachahmlicher“ Assist gingen auf das Konto des aktuellen Top-Torjägers der Bezirksliga-Gruppe drei, Dominik Klouth. Das 1:0 machte der Goalgetter selbst und legte wenig später Patrick vorn Hüls den zweiten Treffer auf. Die Tore drei, vier und sechs legte Klouth dann nach. Jonas Arbeiter erzielte das zwischenzeitliche 5:0. „Das war richtig gut. Da habe selbst ich nichts zu meckern“, scherzte SC-Trainer Norbert Müller, der vergangene Woche noch nach einem Sieg Kritik an seiner Mannschaft übte. Uedesheims Trainer Dalibor Dobras hingegen ist bedient. „Wenn nach fünf Minuten der Matchplan über Bord geworfen ist, ist es schwer“, ärgert er sich besonders über den frühen doppelten Rückstand. Nach drei Spieltagen ist die Teutonia mit neun Punkten auf Platz zwei die beste Mannschaft aus dem Kreis. Uedesheim rutscht nach der Niederlage auf Rang elf mit vier Punkten.

VfL Jüchen/Garzweiler – SG Rommerskirchen/Gilbach 3:0 (1:0). Ohne großes Spektakel, aber dafür äußerst souverän schlug der Favorit Jüchen den Aufsteiger „Roki“ und betätigte die ansteigende Formkurve. „Wir sind auf einem guten Weg“, versichert Marcel Winkens, der seiner Mannschaft trotz des deutlichen Sieges Nachlässigkeit vorwirft. „Nach dem 1:0 wollten wir das nur noch in Ruhe runter spielen. Das hat mir nicht gefallen“, fordert Winkens mehr Konsequenz. „Roki-Coach“ Dennis Zellmann zeigt sich als „fairer Verlierer“ und bezeichnet den Sieg als „ordnungsgemäß“, auch wenn er die Entstehung ein wenig „schade findet“. „Der Freistoß, der zum 0:1 kurz vor der Halbzeit führt, ist für mich keiner. Dann gehst du natürlich ganz anders in die Kabine“, haderte Zellmann mit der Schiedsrichterentscheidung. Für Jüchen trafen Lucas Esser (45.), David Alexandre Alves Oliveira (78.) und Jans-Lars Schuchardt (83.). Durch den Sieg klettert der ungeschlagene VfL auf Rang drei mit sieben Punkten. Aufsteiger „Roki“ ist auf Platz neun mit vier Punkten in bester Gesellschaft.

TSV Bayer Dormagen – SpVg Odenkirchen 5:0 (3:0). Aufatmen: Frank Lambertz, Trainer des TSV, fiel nach dem Heimspielsieg gegen den Landesligaabsteiger mehr als nur ein Stein vom Herzen. Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn war der Dreier enorm wichtig. Gleichzeitig will Lambertz den Kantersieg nicht zu hoch hängen. „Der Gegner war nicht der stärkste, Odenkirchen hatte vielleicht eine Torchance“, lässt sich Lambertz nicht blenden, fügt jedoch hinzu, „es war für uns der richtige Gegner, zum richtigen Zeitpunkt“. Marcel Schmautz (3.) und Oliver Gammon (8.) brachten ihr Team früh auf Kurs. Vor der Pause sorgte Dominik Dobras (36.) schon quasi für die Vorentscheidung. Maurice Michael Wiewiora (56.) und Osaj Bek (83.) konnten sich auf noch in die Scorer-Liste eintragen. Durch den ersten Punktgewinn springen die Dormagener vom vorletzten auf den zwölften Platz nach Spieltag drei.

SG Kaarst – 1. FC Viersen 1:9 (1:2). Die SG muss aufpassen, dass sie nicht zur Schießbude der Liga wird. Nach dem 0:4 gegen Aufsteiger „Roki“ hagelte es gegen den Tabellenführer eine niederschmetternde 1:9 Klatsche. Dabei hielten die Kaarster im Heimspiel lange gut mit. Den frühen Rückstand konnte Kouta Shirotori nach sieben Minuten egalisieren und bis zur Pause blieb die SG auch in Schlagdistanz. Der zweite Durchgang war dann eine deutliche Deklassierung. Ganze sieben Mal musste Schlussmann Nicolai Petrovic hinter sich greifen. Durch die historische Pleite bleibt Andre Jansens Truppe mit einem Punkt auf dem vorletzten Platz.

Mehr von RP ONLINE