Bezirksliga: Kleinenbroichs Mega-Serie reißt gegen Lürrip.

Fußball : Kleinenbroichs Serie ist gerissen

Bezirksliga: Gegen Lürrip holt die Teutonia einen 0:3-Rückstand auf, aber verliert.

Während der Rest der Liga befreit aufatmet, muss Kleinenbroichs Trainer Norbert Müller einmal durchatmen. Am zwölften Spieltag muss sich die Teutonia erstmals geschlagen geben. Jüchen feiert den siebten Sieg in Folge. Uedesheim und Dormagen sorgen erfreulicherweise für die größten Überraschungen des Spieltags.

SV Lürrip – SC Teutonia Kleinenbroich 4:3 (3:0). Noch zwei Tage nach der ersten Saisonniederlage war Norbert Müller sichtlich bedient. „Die Pleite ist völlig verdient. Wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht auf dem Platz“, attestierte Müller seiner Mannschaft eine „katastrophale Leistung“. Drei „geschenkte“ Tore ließen die Gäste schnell davonziehen. Nach der Halbzeit glich der SC zwar durch die Tore von Christopher Roth (53.) und Patrick vorn Hüls (64., 66.) aus, das große Aufbäumen war das allerdings nicht. „Die Tore entstehen alle durch Standards. Danach schalten wir wieder zwei Gänge zurück“, kritisierte Müller. Durch den späten Lürriper Siegtreffer und Viersens Sieg, verlieren die Kleinenbroicher die Tabellenführung.

DJK Dilkrath – VfL Jüchen/Garzweiler 2:3 (1:1). Jüchens Trainer Marcel Winkens tobte nach Abpfiff in Dilkrath, obwohl seine Mannschaft gerade den siebten Sieg in Folge feierte. „Das war eine der größten Unverschämtheiten, die ich je erlebt habe, Das hat mit Fußball nichts zu tun“, war Winkens außer sich. Grund für die Wut war die Ansetzung des Spiels auf dem viel zu kleinen Kunstrasen, trotz der einwandfreien Bespielbarkeit des Rasenplatzes. „Das ist Wettbewerbsverzerrung. Das Spiel ist reine Lotterie“, führte Jüchens Trainer weiter aus. Dilkrath holte sich darüber hinaus noch zwei Platzverweise wegen Unsportlichkeiten ab. Adama Bance (43.), Pascal Moseler (70.) und Michael Kersten (81.) sorgten mit ihren Treffern wenigstens für Versöhnung bei ihrem Trainer.

SF Neuwerk – TSV Bayer Dormagen 1:3 (1:1). Nach den Wochen der Ernüchterung drohte auch dieses Auswärtsspiel des TSV Bayer Dormagen nicht den gewünschten Erfolg zu bringen. „Wir hatten so eine Chancenflut. Wenn wir das nicht gewonnen hätten, hätte ich nicht gewusst, wie ich das erklären sollte“, gestand TSV-Trainer Lambertz. Nach zwei verwandelten Elfmetern auf beiden Seiten, nahmen die Dormagener im zweiten Durchgang das Spielgeschehen in die Hand. Maurice Wiewiora (75.) und Kevin Buttchereit (85.) ersparten ihrem Trainer die Erklärungsnot.

SC Mennrath – SG Rommerskirchen/Gilbach 5:1 (2:1). Aufsteiger „Roki“ kassierte binnen fünf Tagen die zweite Packung. Auf die 2:5-Heimniederlage gegen Willich, folgte beim Favoriten Mennrath ein 1:5. Bis zur Pause hielt die Mannschaft von Dennis Zellmann noch gut mit und verkürzte kurz vor dem Pausenpfiff durch Francesco Sidero auf 1:2. Nach der Pause zog der Tabellenvierte jedoch das Tempo an und davon.

SV Vorst – SV Uedesheim 1:4 (0:3). Für die größte Überraschung des Spieltags sorgte ausnahmsweise der SV Uedesheim. Nach sechs sieglosen Wochen triumphierte die Mannschaft von Dalibor Dobras ausgerechnet beim starken Aufsteiger SV Vorst. Den Neussern gelang dabei ein Traumstart in die Partie. 3:0 führten sie schon zur Halbzeit. Mann des Tages war Lukasz Koziatek. Mit seinem Hattrick bescherte er Trainer Dobras den dritten Saisonsieg fast im Alleingang. Malte Hauenstein konnte sich auch noch auf der Trefferliste eintragen.

TDFV Viersen – SG Kaarst 2:0 (0:0). Nach dem viel umjubelten ersten Saisonsieg vergangene Woche landete die SG Kaarst an diesem Wochenende wieder auf dem Boden der Tatsachen. Im Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten konnte das Schlusslicht das Tempo nicht über 90 Minuten mitgehen. Die beiden Gegentore fielen erst in der Schlussphase und offenbarten wieder einmal die größte Baustelle.

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