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Bezirksliga: Kleinenbroich und Jüchen nach Patzern unter Zugzwang.

Fußball : Kein großer Spielraum mehr für Fehler

Die Bezirksligisten müssen aufpassen, dass ihre Saisonziele nicht schon zu früh außer Reichweite geraten.

Der vergangene Spieltag war für die Bezirksligisten aus dem Rhein-Kreis ein Wochenende zum Vergessen. Herbe Rückschläge im Aufstiegsrennen und weitere Pleiten im Abstiegskampf drückten bei den Verantwortlichen und Spielern heftig auf das Gemüt. Nach dem spielfreien Fasching-Wochenende sagen die Vereine dem Formtief den Kampf an.


Kriselnde Spitzenteams. Zugegeben: Die Krise, die momentan die Teutonia Kleinenbroich und den VfL Jüchen/Garzweiler plagt, würden die restlichen Mannschaften wahrscheinlich nur all zu gerne haben. Mit 46 Punkten auf Platz zwei und 40 Punkten auf Platz vier haben beide Vereine noch alle Karten im Aufstiegsrennen in der Hand. Ein Blick auf die aktuelle Formtabelle der Bezirksliga, Gruppe drei, offenbart jedoch die aktuelle Verwundbarkeit. Norbert Müllers Teutonia holte aus den vergangen fünf Spielen „nur“ zwei Siege und zwei Unentschieden bei einer Niederlage. Die Wichtigkeit des Spiels gegen die SG Rommerskirchen/Gilbach (Anpfiff, Sonntag 15 Uhr) kennt der erfahrene Fußballtrainer deswegen ganz genau. „Noch mehr solcher Ausrutscher wie gegen Odenkirchen und dann bist du ganz schnell aus dem Quartett oben raus“, weiß der Trainer der Kleinenbroicher. Entscheidend wird dafür sein, so Müller, dass seine Mannschaft offensiv allmählich variabler wird. Denn die Qualitäten von Dominik Klouth (21 Tore/10 Assists) und Patrick vorn Hüls (14 Tore/4 Assists) sind ebenso gut, wie berechenbar. „Wir sind zu abhängig von den beiden. Haben die keinen genialen Moment und der Rest der Mannschaft keinen guten Tag, wird es schwer“, erläutert Müller. Mehr Sorgen muss sich derweil Marcel Winkens machen. Der Trainer des VfL verpatzte den Start ins neue Jahr mächtig. Drei Unentschieden und zwei Niederlagen bescheren dem Landesliga-Absteiger aktuell den 16. Rang im sogenannten „Power-Ranking“. Eine verheerende Bilanz betrachtet man die selbst gesteckten Saisonziele. Will man bis zum Saisonende noch ein Wörtchen mitreden um die Aufstiegsränge, müssen wieder Siege her. Am besten schon am Samstag im Auswärtsspiel beim Rheydter SV (Anpfiff 19.30 Uhr).


Überraschende Ausnahme. Dass der TSV Bayer Dormagen diese Rolle mal übernehmen wird, hätte nach dem bisherigen Saisonverlauf bis auf Frank Lambertz wohl keiner gedacht. „Die Mannschaft hat eine hohe Qualität und zeigt endlich ihr wahres Gesicht“, erklärt der TSV-Trainer den jüngsten Höhenflug. Fünf ungeschlagene Spiele in Folge mit zuletzt drei Siegen sind bei der bisherigen Achterbahnfahrt nämlich ein absolutes Novum bei den Bayer-Akteuren. Vor dem Topspiel gegen den Meisterfavoriten Nummer Eins will sich Lambertz jedoch nicht verleiten lassen. „Viersen ist vielseitig gefährlich und extrem effektiv. Wenn du da einen Fehler machst, musst du schon Glück haben, damit du nicht bestraft wirst“, zollt Lambertz dem Ligaprimus Respekt. Ein großen Vorteil sieht Lambertz jedoch bei seinen Dormagenern vor dem Spitzenspiel in Viersen (Anpfiff, Sonntag 15.30 Uhr). „Viersen hat mehr zu verlieren. Wir haben keinen Druck“, so Lambertz.


Absturzgefahr. Einen Blick auf die „Formtabelle“ benötigt es beim SV Uedesheim und der DJK Gnadental nicht, um zu erkennen, dass sich die beiden Bezirksligisten in einer handfesten Notlage befinden. Der SV taumelt in Gruppe drei seit Wochen unentwegt in die Abstiegszone. Noch trennt die Neusser von einem direkten Abstiegsplatz ein Punkt. Das könnte sich jedoch bereits am Sonntag ändern, wenn der SV beim direkten Tabellennachbarn SpVg Odenkirchen antritt (Anpfiff 15 Uhr). „Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel und es muss ein Sieg her“, redet Uedesheims Co-Trainer Timm Oppermann Klartext. Eine klare Sichtweise hat auch Stefan Pennarz in Gruppe eins. Seine DJK Gnadental ist seit fünf Spielen sieglos; aber nicht chancenlos. „Wir müssen nicht nur gut spielen, sondern auch Punkte holen“, sagt Pennarz. Das Problem liegt dabei in erster Linie vor dem gegnerischen Tor. Die Lücke, die der Langzeitverletzte Derman Disbudak (16 Tore in 14 Spielen) hinterlassen hat, konnte bisher kein anderer Offensivmann adäquat füllen.