Bezirksliga: Kleinenbroich schießt sich an Tabellenspitze

Fußball : Kleinenbroich schießt sich an Tabellenspitze

Bezirksliga: Die Teutonia kann nicht aufhören zu siegen. Uedesheim feiert dramatischen Last-Minute-Sieg. Jüchen enttäuscht zu Hause.

Mit Ausnahme von Kleinenbroich und Uedesheim war der fünfte Spieltag der Bezirksliga ein Wochenende zum Vergessen. Bereits am Freitagabend verloren Dormagen und Kaarst ihre Heimspiele. Jüchen, Rommerskirchen und Gnadental gingen ebenfalls leer aus.

TSV Bayer Dormagen – 1.FC Viersen 1:2 (1:2). Die Männer von Frank Lambertz schlugen sich dabei gegen den bis dato souveränen Tabellenführer noch relativ achtbar. „Würden wir so immer spielen, hätten wir unsere Probleme nicht“, lobte Lambertz seine Mannschaft. Den frühen Rückstand glich Oliver Gammon zwischenzeitlich per Handelfmeter aus (35.). In der zweiten Halbzeit zwangen die Dormagener den FC in die Defensive, konnten den „Lucky Punch“ aber nicht mehr landen. „Ein Unentschieden wäre völlig in Ordnung gewesen“, so Lambertz.

SG Kaarst – DJK VfL Willich 1:4 (1:1). Die SG ist derweil ganz unten angekommen. Das 1:4 gegen Willich war bereits die vierte Saisonniederlage. Jonas Fabian Batos brachte Kaarst sogar noch in Führung (11.). Danach brach die junge Truppe von Trainer Jansen auseinander. „Über die Leistung nach dem 1:2 möchte ich den Mantel des Schweigens legen“, sagte Jansen erbost und kündigte „interne Gespräche“ an. „Das Auftreten hat mir gar nicht mehr gefallen“, führte der neue Trainer der SG weiter aus.

SC Teutonia Kleinenbroich – SG Rommerskirchen/Gilbach 5:0 (3:0). Norbert Müller, Trainer der Teutonia, hat derweil allen Grund zur Freude. Nach dem 5:0 gegen „Roki“ thronen die Kleinenbroicher ganz oben in der Tabelle. „Rokis“ Trainer Dennis Zellmann ist nach der deutlichen Niederlage mächtig bedient. „Die ersten 20 Minuten gehen sowas von klar an uns. Danach lenkt der Unparteiische das Spiel in eine falsche Richtung“, behauptete Zellmann und ergänzt, „drei Tore waren krass irregulär“. Müller wollte über den Schiedsrichter nicht sprechen. „Wir haben hochverdient gewonnen  und richtig gut gespielt“, lobte Müller seine Mannschaft. Dominik Klouth erzielte Saisontreffer sieben und acht (22., 52.), Robin Wolf traf ebenfalls doppelt (42., 91.) und Ilias Hamdani eröffnete sein Torkonto der neuen Spielzeit.

VfL Jüchen/Garzweiler – Rheydter SV 0:2 (0:1). Jüchen/Garzweiler hingegen verlor das zweite Spiel in Folge. Trainer Marcel Winkens attestierte seinen Jungs dabei eine „grottenschlechte“  erste Halbzeit. „Das hätte jede Altherren-Mannschaft besser gelöst als wir“, umschrieb Winkens den Auftritt seiner Mannschaft mit Galgenhumor. Ausgerechnet Winkens alter Teamkollege und aktueller Top-Torschütze der Liga, Ferdi Berberoglu brachte die Gäste in Jüchen auf die Gewinnerstraße (25.). Nach der Halbzeit machte der Landesliga-Absteiger seine Sache, laut Winkens, zwar besser konnten den Treffer zum 0:2 aber auch nicht verhindern. „Da müssen wir jetzt durch. Das ist ein langer Prozess“, betonte Winkens.

SV Uedesheim – SpVg Odenkirchen 3:2 (0:0). Dramatik pur in Uedesheim. Nach der einschläfernden ersten Halbzeit überschlugen sich in Durchgang zwei die Ereignisse. Auf den Odenkirchener Führungstreffer folgte erst der Uedesheimer Ausgleichstreffer durch Pawel Kramer (66.) und wenig später ein „völlig überzogener“ Platzverweis für die Hausherren. In Unterzahl kassierten sie dann sechs Minuten vor Ende das 1:2. „Da dachten eigentlich alle, dass es das für heute war“, offenbarte Co-Trainer Timm Oppermann. Doch mit zehn Mann drehte der SV das Spiel tatsächlich noch innerhalb der letzten zwei Minuten durch die Tore von Karam Ramadan und Dimitrij Spitzkat. „Heute hat die Moral gesiegt. Das war eine großartige Leistung“, urteilte Oppermann nach der verrückten Schlussphase.

Lohausener SV – DJK Gnadental 3:2 (0:1). Beim Tabellenführer der Gruppe eins sorgte die extrem ersatzgeschwächte DJK fast für eine Überraschung. Beim 2:3 in Düsseldorf fehlten den Neussern gleich elf Stammspieler. Gerade deswegen war Trainer Stefan Pennarz „mehr als zufrieden“. Die schönste Geschichte schrieb jedoch die Gnadentaler Lebensversicherung Derman Disbudak, der am kurzfristig absagen musste, da seine Frau in den Wehen lag. Disbudak kam dann doch zum Spiel und konnte Saisontreffer sechs und sieben erzielen und fuhr danach wieder ins Krankenhaus. Trotz Babyglück und Doppelpack stehen die Neusser nach fünf Spielen mit nur vier Punkten auf Platz 15.

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