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Bezirksliga: Kleinenbroich empfängt Viersen zum absoluten Spitzenspiel.

Fußball : Das Gipfeltreffen der beiden Überflieger

Am Wochenende sind in der Bezirksliga alle Augen auf Kleinenbroich gerichtet. Die Teutonen empfangen im 1. FC Viersen den Ligaprimus zum absoluten Spitzenspiel. Doch die Begegnung Erster gegen Zweiter hat keinen Favoriten.

Die bisherige Bezirksliga-Saison schreibt viele Geschichten. Eine davon ist zweifelsfrei die unglaubliche Erfolgsgeschichte dieser beiden Teams: Die Teutonia aus Kleinenbroich und der 1. FC Viersen spielen bisher eine märchenhafte Saison. Der Krimi am Sonntag wird nicht das letzte Kapitel in dieser Story sein. Der bisherige Höhepunkte ist es allemal.


Der Prolog Vor dem Spiel sind sich die beiden Trainer Norbert Müller (Kleinenbroich) und Kemal Kuc (Viersen) weitgehend einig. „Viersen hat ganz klar die bessere Ausgangsposition“, weiß Müller. Dafür bedarf es auch keiner allzu großen Kenntnis, sondern lediglich eines Blicks auf die Tabelle. Mit einem Spiel weniger als Kleinenbroich und einem Punkt Vorsprung auf den Verfolger hat der 1. FC die besseren Karten in der Hand. „Wir haben dadurch keinen Druck. Wir machen uns nur selber sportlichen Druck“, erklärt Kuc die Vorzüge. Dieser „sportliche Druck“ führte die Viersener völlig verdient an die Spitze der Bezirksliga-Tabelle; mit beeindruckenden Statistiken: Seit acht Spielen ist die Truppe von Kemal Kuc ungeschlagen, holte die meisten Saisonsiege (16) und hat darüber hinaus die beste Tordifferenz (64:17). Die Teutonen stehen den Viersenern in allen Belangen jedoch nur unwesentlich nach. Sie weisen nur einen Saisonerfolg weniger auf (15) und verloren nur eines der vergangenen zehn Spiele bei einer Tordifferenz von 60:22.

Die Protagonisten
Dass die Teutonia in Dominik Klouth und Patrick vorn Hüls zwei herausragende Spieler in ihren Reihen hat, ist mittlerweile auch bis nach Viersen durchgedrungen. „Beide haben eine fantastische Hinrunde gespielt und in der Rückrunde weitergemacht“, schätzt Kuc die Qualitäten der beiden Offensivleute. Klouth (21 Tore/11 Assists) und vorn Hüls (16 Tore/4 Assists) sind alleine für mehr als die Hälfte der Kleinenbroicher Saisontore verantwortlich. Ein beeindruckender Wert, der die Müller-Elf jedoch auch berechenbarer macht. Der Spitzenreiter hingegen verfügt gerade in der Offensive über mehrere Waffen: Yilmaz (20/12), Krezic (12/7), Heffungs (10/9) und der im Winter aus der Oberliga gekommene Petar Popovic (2/3) sorgen allesamt für geballte Offensivkraft. „Im Prinzip ist der komplette Offensivbund für Tore gut. Das macht es ein Stück weit schwieriger“, erkennt auch Müller.


Die Vorschau Auch hier herrscht bei den Trainerkollegen in einer Hinsicht harmonische Einigkeit. „Es wird ein total anderes Spiel als im Hinspiel“, sagen beide Trainer fast im Einklang. Vor sechs Monaten siegte die Teutonia mit 1:0 und „etwas Glück“, so Müller, in Viersen. „Auf Dauer werden wir mit Viersen nicht mithalten können. Wir können uns glücklich schätzen, jetzt noch Kontakt zu haben“, räumt Müller ein und schiebt die Favoritenrolle in Richtung Viersen. Kuc will davon allerdings wenig wissen. „Es gibt keinen Favoriten in der Bezirksliga“, behauptet Kuc. „Kleinenbroich war viel länger auf dem ersten Platz. Die Chancen stehen 50:50“. Mit der Harmonie wird am Sonntag ab 15 Uhr dann Schluss sein, wenn die Spannungskurve ihren Höchstwert erreicht. Das Ende ist offen.