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Bezirksliga: Jüchen gilt als großer Favorit auf den Wiederaufstieg.

Fußball : Jüchen haben alle auf dem Zettel stehen

Bezirksliga: Der VfL gilt als großer Favorit auf den direkten Wiederaufstieg. Dormagen kann für Überraschung sorgen.

Am Sonntag ertönt der Startschuss zur neuen Bezirksligasaison. In der Gruppe drei gehen gleich sechs der sieben Mannschaften aus dem Fußballkreis 5 Neuss/Grevenbroich ins Rennen. Von Titelrennen bis Abstiegskampf scheint auch diese Saison wieder alles möglich zu sein. 

Meisterfavoriten. In einer Frage waren sich alle befragten Trainer der Bezirksligisten im Kreis einig: Im Kampf um Aufstieg und Meisterschaft wird kein Weg am Landesliga-Absteiger VfL Jüchen Garzweiler vorbeiführen. Uedesheims Trainer Dalibor Dobras schätzt die Jüchener unter dem neuen Trainer Marcel Winkens „sehr stark“ ein und bekommt sogar schon Sorgenfalten vor dem Auftaktspiel am Sonntag. „Die haben schon viele Hochkaräter in ihren Reihen. Da muss man sich was einfallen lassen“, zollt Dobras seinem ersten Pflichtspielgegner großen Respekt.

Marcel Winkens will die Favoritenrolle zwar nicht ablehnen, tritt jedoch aus guten Gründen auf die Euphoriebremse. „Wir sehen uns auch oben, haben aber schon noch unsere Probleme“, erläutert er und fügt hinzu, „Wir haben viele Verletzte und die Vorbereitung war gefühlt auch zwei, drei Wochen zu kurz“. Neben Jüchen haben alle Trainer die „Gladbacher Teams“ 1. FC Viersen, der im Sommer stark aufgerüstet hat, und den SC Mennrath, der im Vorjahr erst in der Relegation scheiterte, auf dem Zettel.

Verfolgergruppe mit vielen Wundertüten. Hinter den Top-Favoriten sammelt sich eine etwas größere Gruppe von Geheimfavoriten. Die einen sehen sich selber im erweiterten Favoritenkreis, die anderen werden von den Gegnern dort eingeordnet. Dalibor Dobras, neuer Trainer des SV Uedesheim, zeigt sich angriffslustig und hält nicht viel von Understatement und Tiefstapelei. „Ich bin hierhin gekommen, um schönen und offensiven Fußball zu spielen. Und wir wollen selbstverständlich oben angreifen“, verkündet er. Nach der Seuchen-Rückrunde der letzten Saison trauen auch viele dem TSV Bayer Dormagen mit Trainer Frank Lambertz den Sprung nach ganz vorne zu. Auch Aufsteiger SF Neuwerk, der im Sommer keine Kosten und Mühen gescheut hat, um eine schlagfertige Truppe aufzustellen, sowie Landesliga-Absteiger Odenkirchen trauen die Experten eine Überraschung zu.

Im ruhigen Fahrwasser. Zwar spielt der SC Teutonia Kleinenbroich erst seine zweite Saison in der Bezirksliga, dennoch traut die große Mehrheit der Mannschaft von Trainer Norbert Müller eine weitere solide Saison zu. Müller selbst visiert ebenfalls das vordere Mittelfeld an, wobei er die Liga als „schwerer und ausgeglichener als vergangene Saison“ einschätzt. Damit befindet sich Kleinenbroich voraussichtlich in guter Gesellschaft mit Teams wie dem Rheydter SV, TDFV Viersen und dem SV Lürrip. Auch DJK Dilkrath und Brüggen wollen anders als im letzten Jahr einen engen Abstiegskampf bis zum Saisonende vermeiden.
Bloß kein Abstiegskampf. Aufsteiger SG Rommerskirchen/Gilbach hat das eigene Saisonziel ganz klar definiert: „Wir wollen in der Liga ankommen und mit dem Abstieg nichts zu haben“, wünscht sich Dennis Zellmann, Trainer des Liga-Neulings. Viele trauen dem starken Aufsteiger sogar mehr zu als ein Platz außerhalb der Abstiegsränge, doch Zellmann möchte davon nichts hören. „Wir tun gut daran, uns zurückzuhalten“, bleibt er bescheiden.

Ganz kleine Brötchen muss auch die SG Kaarst backen, die sich im großen Umbruch befindet. Neuer Trainer, neue Spieler und viele Abgänge. In der Saisonvorbereitung blieb die SG bisher den Beweis schuldig, dass alles bereits gut zusammengefunden hat. Trainer André Jansen gibt daher als Ziel aus, „drei bis vier Teams hinter uns zu lassen“. Das Ziel sei der Klassenerhalt, alles andere wäre vermessen. Dabei werden sie sich an den Aufsteigern Vorst und Willich sowie an Grefrath und Brüggen, die im Vorjahr den Abstieg nur knapp vermieden, orientieren müssen.