Bezirksliga: Derbys in Uedesheim und Odenkirchen.

Fußball : Englische Woche sorgt für zwei Flutlicht-Derbys

Bezirksliga: Jüchen, Uedesheim und Dormagen im Fußball-Fieber. Kaarst und Rommerskirchen/Gilbach im direkten Vergleich.

Die erste englische Woche der Saison hat in der Bezirksliga, Gruppe drei, am Mittwochabend gleich zwei echte Kracher zu bieten: Unter Flutlicht steigen die beiden heißen Nachbarschaftsderbys zwischen Jüchen und Odenkirchen sowie Dormagen und Uedesheim. Ganz nach dem Motto: verlieren verboten. Auch „Roki“ und Kaarst begegnen sich im direkten Aufeinandertreffen.

SpVg Odenkirchen – VfL Jüchen/Garzweiler. Als wäre dieses Derby nicht schon spannungsgeladen genug, wechselten im Sommer gleich sieben Stammspieler vom Landesligaabsteiger Odenkirchen zum anderen Landesligaabsteiger nach Jüchen. „Sympathiegründe sind da jetzt nicht unbedingt vorhanden“, gesteht VfL-Coach Marcel Winkens und freut sich auf sein erstes Derby als Jüchens Coach. „Die drei Punkte, die wir am Sonntag nicht geholt haben, wollen wir im Derby einfahren“, gibt Winkens als Ziel aus, tritt jedoch ein wenig auf die Euphoriebremse. „Klar herrscht ein gewisser Anspruch, aber ein Umbruch, wie wir in gerade durchmachen, braucht eben auch seine Zeit“, bittet Winkens um Verständnis. Die letzten drei Derby konnte die Spielvereinigung aus Odenkirchen allesamt für sich entscheiden. Diese Serie will Winkens beenden, damit „alle wieder ein bisschen beruhigter schlafen können“.

SV Uedesheim – TSV Bayer Dormagen. „Noch eine Nullnummer dürfen wir uns nicht erlauben“, warnt Frank Lambertz, Trainer des TSV, nach dem vermasselten Saisonauftakt. Dass er nun direkt zum Lokalderby ins benachbarte Uedesheim muss, kommt ihm nicht ganz zu pass. „Das ist wirklich ein richtiges Derby und ein Spiel mit Bedeutung“, heizt Lambertz die Stimmung an und erwartet einen „offenen Kampf“. Für seinen Gegenüber Dalibor Dobras wird es das erste Dormagen-Uedesheim-Derby sein. Doch er misst dem Spiel keine ganz so große Bedeutung zu und konzentriert sich lieber auf sich und seine Mannschaft. „Es ist jetzt wichtig nachzulegen. Das Spiel kann schon ein kleiner Wegweiser sein“, prognostiziert Dobras. So oder so erwartet die Zuschauer ein heißer Kampf auf der Bezirkssportanlage in Uedesheim.

SC Teutonia Kleinenbroich – SSV Grefrath. Zwar kann man diese Begegnung beim besten Willen nicht als Derby bezeichnen, dennoch kennen sich die beiden Mannschaften aus der Vorsaison noch bestens. „Grefrath ist sehr schwer einzuschätzen, mit denen hatten wir bisher immer Probleme“, weiß Norbert Müller, Trainer der Teutonia. Nach dem überzeugenden Auftaktsieg hätte Müller „nichts dagegen“, wenn seine Mannschaft im ersten Heimspiel der Saison an die Heimspielstärke der Vorsaison anknüpft. Doch Müller weiß ganz genau, was ihn und seine Mannschaft erwartet. „Grefrath ist dafür bekannt, niemals aufzugeben und konditionell voll auf der Höhe zu sein“, zollt Müller der Mannschaft von Klaus Ernst Respekt.

SG Rommerskirchen/Gilbach – SG Kaarst. Jede Menge Respekt haben auch die beiden Kreismannschaften Rommerskirchen und Kaarst vor dem heuigen Spiel voreinander. „Kaarst ist schwierig einzuschätzen und wir müssen auf der Hut sein“, tut sich Zellmann schwer. Er kennt die Kaarster bestens, da er vor seinem Engagement in „Roki“ bei der SG tätig war. Der neue Mann an Kaarsts Seitenlinie, André Jansen, fährt mit „viel Respekt nach Rommerskirchen. „Am Anfang der Saison gegen einen Aufsteiger zu spielen ist nie einfach“, so Jansen, der mit seiner Mannschaft noch viele Baustellen abzuarbeiten hat vor dem zweiten Spieltag. Zellmann möchte zu Hause „unbedingt gewinnen“. „Die Fans haben es verdient. Die sind fantastisch“, macht er seine Jungs heiß.