Lokalsport: Beste Stimmung trotz weniger Besucher

Lokalsport : Beste Stimmung trotz weniger Besucher

Tandem-Tag leidet unter zu viel Terminkonkurrenz, doch vor allem die Sportler mit Handikap hatten in strahlender Sonne viel Spaß.

Seit Samstag haben die Organisatoren des Tandem-Tags eine Sorge weniger: Dass irgendwann der schmucke Innenhof von Gut Gnadental zu klein sein könnte, um alle Besucher zu fassen. Denn nach Jahren steten Wachstums kamen erstmals weniger Besucher zum integrativen Sportfest der "Tandem-Stiftung Burkhard Zülow" als in den Jahren zuvor.

Foto: Woitschützke Andreas

Hausherrin Jutta Zülow nahm's mit gelassenem Humor: "Die, die nicht da waren, werden schon erfahren, was sie verpasst haben." Recht hatte sie. Denn die, die gekommen waren an diesem strahlenden Frühsommertag, hatten ihren Spaß bei den zahlreichen Mitmachaktionen, die um zehn Uhr mit der von Ex-Gesundheitsminister Hermann Gröhe angeführten Ausfahrt der Tandems begannen, bei der reich bestückten Verlosung oder einfach beim "Get together" auf Bierzeltbänken bei Würstchen, Kartoffelsalat und selbst gebackenem Kuchen. Den servierte unter anderem Thomas Schütz, Leiter Sportförderung der Kreisverwaltung, der seinen Geburtstag auch auf andere Weise hätte feiern können.

Foto: Woitschützke Andreas

Doch die Bedeutung des Tandem-Tags hat sich inzwischen herumgesprochen, vor allem bei denen, für die er vor allem gedacht ist: "Es waren mehr Sportler mit Handikap da als sonst", sagte Martin Limbach, der sich beim Kreissportbund um die Tandem-Aktion kümmert. Und die, die da waren, waren nicht nur zum Zuschauen gekommen, sondern griffen aktiv ins Geschehen ein: Beim Fußball auf der Streuobstwiese, beim Tischtennis mit den "NGZ-Sportlerinnen des Jahres" Miriam Jongen und Jana Vollmert, beim Ringen, Judo, Taekwondo, Boule, Tennis, Bogenschießen, Voltigieren, Tandemfahren und Walken.

Beim elften Tandem-Tag war für jeden etwas dabei: Die Nixhof-Voltigierer (r.) beeindruckten mit ihrer Vorführung auch die Expertinnen Nadia Ehning und Agnes Werhahn (v.l. im Gespräch mit Moderator Volker Koch). Die Ankunft der Kanuten am Wiesenwehr ist immer spektakulär wie die Vorführungen der KSK-Ringer, und als Glücksfee half Olympiasiegerin Ulrike Meyfarth (linkes Bild unten). Foto: a. woitschützke
Foto: Woitschützke Andreas
Foto: Woitschützke Andreas
Foto: Woitschützke Andreas

Spektakuläres zum Anschauen gab es auch, die meisten Schaulustigen lockten der Taekwondo-Club Neuss und das Junior-Team der Nixhof-Voltigierer an, die ihre neue Kür auf dem hölzernen Übungspferd zeigten und dafür Lob von zwei ausgewiesenen Expertinnen erhielten: Agnes Werhahn, der erfolgreichsten Voltigiertrainerin der Welt, und der dreifachen Weltmeisterin Nadia Ehning. Für weiteren "Promi-Faktor" sorgten Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth, NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der beim elften Tandem-Tag zum elften Male selbst in die Pedale trat, der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer und sein Düsseldorfer Amtskollege Thomas Geisel, der bewundernd feststellte: "Schade, dass wir so etwas in Düsseldorf nicht auf die Beine gestellt bekommen."

(NGZ)