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Beim 73:76 gegen Köln fehlt Grevenbroich der Topscorer Jamal Smith

Basketball : Das Pech bleibt den Elephants treu

Beim 73:76 gegen Spitzenreiter Köln fehlt Grevenbroich der Topscorer Jamal Smith.

Vor einer Woche im Heimspiel gegen Essen hatte Basketball-Regionalligist NEW’ Elephants zum ersten Mal in dieser Saison mit kompletter Kapelle antreten können. Das schöne Gefühl währte jedoch nur kurz. Im letzten Punktspiel der Hinrunde kehrte das Pech nach Grevenbroich zurück. Ohne den gesperrten Topscorer Jamal Smith ging das Match beim Tabellenführer RheinStars Köln mit 73:76 (Halbzeit 37:36) verloren.

Und das war passiert: Beim locker mit 120:91 gewonnenen Match der dritten Runde im WBV-Pokal beim Landesligisten Schwerter TS hatte sich Smith am Freitagabend ein disqualifizierendes Foul eingehandelt und war damit automatisch für die keine 24 Stunden später angepfiffene Partie in Köln raus. Dass seine Jungs dem turmhoch favorisierten Pro B-Absteiger trotzdem einen fantastischen Kampf boten, machte Trainer Jason Price stolz, „denn so etwas zehrt schon an den Nerven.“ In einem irren Duell mit 27 Führungswechseln (Köln lag 17 Minuten vorne, Grevenbroich sogar 20), in dem sich keine Mannschaft auf mehr als sechs Zähler absetzen konnte, gingen die Gäste mit einem Vier-Punkte-Vorsprung (56:52/30.) in letzte Viertel.

Hauptverantwortlich dafür war Ryon Howard: Der seit Oktober 35-jährige US-Amerikaner mit deutschem Pass legte mit 24 Punkten und 13 Rebounds sein fast schon obligatorisches Double-Double auf und setzte dabei von jenseits der Drei-Punkte-Linie vier seiner neun Würfe (44,4 Prozent) in den Korb. „Der Bursche ist unfassbar“, schwärmte Manager Hartmut Oehmen. Während Gideon Schwich mit acht Zählern und sieben Rebounds sowie Kapitän Bastian Becker (8/6) solide Arbeit ablieferten, wusste endlich auch mal David Feldmann zu überzeugen. Der aus Herten gekommene Schütze erzielte neun seiner elf Punkte per Dreier (3/6 Würfe). Zum Verhängnis wurden den Elephants schließlich zwei Defizite: Weil Nino Janoschek kein wirklicher Center ist, tut sich unter den Körben, wo Tausendsassa Ryon Howard allein auf weiter Flur ist, regelmäßig ein Loch auf. Und in Abwesenheit von Jamal Smith, „mit dem wir dieses Spiel sicher gewonnen hätten“ (Oehmen), fehlte es den Gästen schlichtweg an Offensivpower. Troy Harper mühte sich in seinem dritten Einsatz nach Kräften, brachte aber mit miesen Quoten (3/15 Würfe aus dem Feld für kümmerliche 20 Prozent, 2/11 Dreier für noch schlechtere 18,2 Prozent) diesmal nur 13 Zähler aufs Tableau. Oehmen: „Vom Wurf her ist das natürlich eine Katastrophe.“

Und trotzdem geht er zuversichtlich in die am Samstag (gegen Dorsten) mit drei Heimspielen in Folge beginnende Rückrunde: „Wir haben uns als Mannschaft gefunden und haben nun die Chance, uns die Siege zu holen, die uns in eine gute Ausgangsposition für die Play-offs bringen.“ Vom letzten zur Teilnahme an der Ausscheidungsrunde berechtigenden achten Rang trennen die Elephants nur zwei Punkte.

RheinStars: Golson (15 Punkte), Dia (4), Taras (9), Dohmen (16), Petersen (6), van der Velde, van Laack (6), Kneesch (11), Michel, Hulsen (9)
Elephants: Harper (13), Boldt, Janoschek (3), Königs (4), Schwich (8), Becker (8), Markert (2), Howard (24), Feldmann (11)
Viertel: 14:16, 22:21, 16:19, 24:17