Jüchen : Behinderten-Aufzug für Haus Katz

Die Bauaufsicht des Rhein-Kreises Neuss hat ihr "Okay" gegeben: Jetzt kann der behindertengerechte Umbau des denkmalgeschützten Hauses Katz beginnen.

Rund 140.000 Euro wird es kosten, Sitzungssaal und Ausstellungsraum so herzurichten, dass sie auch von Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl ohne Einschränkungen genutzt werden können. Der Ausstattung mit Aufzug und WC wird rund fünf Monate dauern; ein Starttermin wurde noch nicht festgelegt. Im Bauauschuss stellte jetzt Wolfgang Klasen (Fachbereich Technische Dienste) die Pläne im Detail vor.

Im vergangenen Jahr war Haus Katz umfangreich saniert worden. Jetzt soll der, so CDU-Politiker Michael Paschke", "lang geplante behindertengerechte Umbau endlich angegangen werden". Dieser sei unverzichtbar, da das Gebäude als Treffpunkt von vielen Jüchenern genutzt werde. Besucht wird das historische Gemäuer etwa zu Kunstausstellungen, Ratssitzungen oder Veranstaltungen von Vereinen. "Die Gemeinde muss auf Dauer dafür sorgen, dass ein solches Haus für alle Zielgruppen zugänglich ist", betonte Paschke. Denn bisher ist der erste Stock nur über eine hölzerne Treppe zu erreichen, ein Aufzug und ein Behinderten-WC fehlen – und somit auch das Etikett "behindertengerecht".

Geplant ist, zunächst die sanitären Anlagen zu sanieren und außerdem im Erdgeschoss Behinderten-WCs einzurichten. Ebenfalls unverzichtbar für den behindertengerechten Umbau: ein Lift im Erdgeschoss. Im Ausstellungsraum wird ein Aufzugschacht eingebaut, der direkt in den Sitzungssaal in die erste Etage führen soll. Zur Gestaltung des Aufzugs erläuterte Wolfgang Klasen: "Zu den Auflagen, die sich aus dem Denkmalschutz ergeben, gehört es, den Aufzug im ersten Stock mit einem Stahl-Glas-Arrangement auszustatten." Die Tür des Lifts soll so angeordnet sein, dass Rollstuhlfahrer ihn ohne raumfüllende Drehung verlassen können.

(NGZ)