1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Korschenbroich: Bauhof bald in Kleinenbroich

Korschenbroich : Bauhof bald in Kleinenbroich

Stadtpflege und Abwasserbetrieb sollen komplett ausgelagert werden. An dem Ziel und dem Grundstück im Gewerbegebiet Püllenweg hält die Politik fest. Ein Architekt soll's richten: Die Kosten von 3,75 Millionen Euro dürfen nicht überschritten werden.

Seit 2010 sprechen Politik und Verwaltung immer wieder von der Rathaus-Zentralisierung. Dazu gehört auch die komplette Auslagerung der beiden Eigenbetriebe "Stadtpflege" und "Abwasser". Ein Neubau ist auf einem 5000 Quadratmeter großen Grundstück im Kleinenbroicher Gewerbegebiet Püllenweg geplant. An dem Grundsatz wird sich auch nach gestern Abend nichts ändern. Der Gemeinsame Betriebsausschuss hat sich in einer Sondersitzung im nicht-öffentlichen Teil dafür ausgesprochen.

Komplette Auslagerung

Die Begeisterung für die Klimmzüge hielt sich dabei in Grenzen. Einige Ausschussmitglieder beklagten mangelnde Transparenz oder eine zu späte Informationspolitik. Schadensbegrenzung war angesagt. Am Schluss war sich die Politik einig: zur Rathaus-Zentralisierung gehört auch die komplette Auslagerung der städtischen Eigenbetriebe. Dazu wird jetzt zeitnah das Vergabeverfahren aufgehoben und ein Architekt eingeschaltet. Die Aufträge sollen dann einzeln vergeben werden. Wichtig für alle war: Die bislang kalkulierten Gesamtkosten von 3,75 Millionen Euro dürfen nicht überschritten werden.

Zum Hintergrund: Der Arbeitskreis "Verlagerung der Eigenbetriebe" hatte der Politik bereits im Frühjahr die Realisierung auf einem 5000 Quadratmeter großen Flurstück im Wendehammer Fuggerstraße vorgeschlagen. Mit dieser Fläche wurde geplant, ein Wettbewerb ausgeschrieben. Von drei möglichen Bietern blieben zwei Firmen übrig. Bürgermeister Heinz Josef Dick nannte das Problem beim Namen: "Die Bieter lagen weit über dem von uns kalkulierten Betrag." Dick sprach von "exorbitanter Steigerung". Er warb in der Sondersitzung um Verständnis, keine Summe im laufenden Vergabeverfahren nennen zu können. Für Verwirrung stiftete auch ein zweites Grundstück von 2500 Quadratmetern. Die Fläche hätte sich zusätzlich für die Bauhof-Auslagerung angeboten. Der Kauf kam nicht zustande. "Der finanzielle Aufwand war zu hoch", so Dick. "Wir haben immer nur mit den vorhandenen 5000 Quadratmetern geplant. Wir kommen mit dieser Fläche auch aus", versicherte Thomas Kochs vom Abwasserbetrieb.

Allerdings wusste Ausschussvorsitzender Hans-Willi Türks, dass bereits weitere 900 Quadratmeter in Kleinenbroich hinzugekauft wurden. Da das neue Betriebsgebäude nicht wie anfänglich geplant zwei-, sondern jetzt dreigeschossig gebaut werden soll, gebe es auch ausreichend Stellplätze.

Als Entscheidungshilfe wurden vor der Sondersitzung noch die an der Friedrich-Ebert-Straße 5a angemieteten Hallen besichtigt: Neben einer Werkstatt, Streu- und Mähfahrzeugen werden dort unter anderem Material, Regale und Straßenschilder eingelagert.

(NGZ)