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Basketballerinnen der TG Neuss wieder ausgebremst

Neuss in der 2. Bundesliga : Basketballerinnen der TG wieder ausgebremst

Die fürs Wochenende geplante Partie der TG Neuss Tigers bei ALBA Berlin ist abgesagt worden. Es sieht so aus, als ginge es genauso weiter wie vor der Unterbrechung der 2. Bundesliga im Dezember.

Als die Basketballerinnen der TG Neuss Tigers am Montag vor einer Woche wieder ins Training einstiegen, war die Hoffnung groß, dass die Saison in der 2. Bundesliga am kommenden Wochenende trotz verlängertem Corona-Lockdown fortgesetzt werden kann. Doch daraus wird trotz Profistatus der Liga zumindest für die Neusserinnen nichts. Denn ihre Auswärtspartie gegen ALBA Berlin ist unter den vier Spielen der Nordgruppe, die bereits wieder abgesagt wurden. Bei drei Begegnungen gab es am Mittwochnachmittag zumindest noch Hoffnung, dass sie wie geplant über die Bühne gehen können.

Damit ist die für die Organisation des Spielbetriebs zuständige Damen Basketball Bundesliga GmbH (DBBL) keinen Schritt weiter als Anfang Dezember 2020, als wegen zahlreicher Corona-bedingter Ausfälle die Entscheidung fiel, die Spielzeit bis zum 10. Januar zu unterbrechen. Am 17. Dezember verständigte sich die DBBL dann in einer Videokonferenz mit den Vereinen darauf, die Saison fortzusetzen und zu Ende spielen wollen. Ein Vorhaben, das aber offenbar nicht alle Vereine umsetzen können, selbst wenn sie es vorhaben.

„Die Berliner haben uns mitgeteilt, dass ihnen während des Corona-Lockdwons keine Halle zur Verfügung steht“, erklärt TG-Abteilungsleiterin Angela Krings. Profistatus der 2. Bundesliga hin oder her, so kann ALBA keine Mannschaften empfangen, ohne Training aber auch keine Auswärtsspiele bestreiten. Deswegen ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass die für den 23. Januar angesetzte Partie Berlins bei den Tigers über die Bühne geht, auch wenn sie noch im Spielplan steht. „Die Situation ist alles andere als erfreulich, aber wir müssen das Beste daraus machen“, sagt Angela Krings. Das bedeutet für die Neusserinnen, dass sie weiter fleißig trainieren, seit Montag auch wieder im Verbund. Um das möglich zu machen, werden jetzt auch vor jedem Training die Spielerinnen mit Schnelltests überprüft, die beruflich und privat Kontakte nicht vermeiden können. Klar, dass TG-Coach John F. Bruhnke froh ist, dass wenigstens das Training wieder möglich ist: „Es ist aber sehr schwer, bei dieser Ungewissheit die Belastung zu steuern und den Spannungsbogen hochzuhalten.“