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Basketball: Tigers stimmt Negativ-Ergebnis vor dem Topspiel positiv

Basketball : Tigers stimmt Negativ-Ergebnis positiv

Weil alle Corona-Tests negativ ausgefallen sind, freuen sich die Basketballerinnen der TG Neuss auf das erste Heimspiel seit dem 24. Oktober. Zu Gast an der Bergheimer Straße ist am Samstag indes Top-Aufstiegsfavorit RheinLand Lions.

Ihren ersten Sieg haben die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss schon vor dem Heimspiel am Samstagabend (17.30 Uhr) gegen die RheinLand Lions gelandet. „Die Corona-Tests sind alle negativ – also für uns positiv“, stellt Hauptgeschäftsführer Klaus Ehren fest.

Am Donnerstag hatte sich die Elmar-Frings-Sporthalle bereits eine Stunde vor der die Spielvorbereitung abschließenden Trainingseinheit „gefüllt“, galt es doch die seit dem vergangenen Spieltag auch in Liga zwei verpflichtenden Testungen zu absolvieren. Mit Spielerinnen, Coach, Physiotherapeuten, dem Personal des Kampfgerichts, den für Auf- und Abbau benötigten Helfern sowie einigen der am Wochenende tätigen Schiedsrichtern unterzogen sich mehr als 20 Personen der wenig angenehmen Prozedur. Weil sie zusätzlich zur ihrer Ausbildung bei der NEUSSERREHA eine medizinische Qualifikation besitzt, ist die zum Einstand noch von der Fachärztin Dr. Beate Bolten angeleitete Physiotherapeutin Julia Lütkecosmann zukünftig in der Lage, Testungen und Dokumentation in Eigenregie zu übernehmen. Wie das genau abläuft, erklärt Ehren: „Alle bekommen einen Zettel für Ihre ‘Wartezone’.“ Nach dem Abstrich aus Mund-, Nasen- oder Rachenraum „startet jeder sein Handy, um die Zeit von 15 Minuten zu stoppen. Dann steht das Ergebnis fest.“

Ob derlei Erfolgserlebnisse auch im Duell mit den RheinLand Lions möglich sein werden, bezweifelt jedoch selbst Coach John F. Bruhnke. Denn die mit deutlichen Siegen über Göttingen (84:36) und Osnabrück (87:60) in die Saison gestarteten Gäste aus Bergisch Gladbach sind das Maß der Dinge im Norden. Was die Truppe von Trainer Mario Zurkowski, der in der sperrigen Brianna Rollerson, Rachel Theriot (beide USA), Eva Rupnik (Slowenien), Andela Katavic (Kroatien) und Rowena Jongeling (Niederlande) nicht nur auf fünf Import-, sondern in Romy Bär uns Birte Thimm auch noch auf zwei ehemalige Nationalspielerinnen bauen kann, so drauf hat, zeigte sie den Tigers bereits beim 91:71-Erfolg in der zweiten Pokalrunde. Deswegen macht sich Bruhnke auch gar keine Illusionen über den Spielausgang: „Klar, wir wollen es besser machen als im Pokal. Aber wir maßen uns nicht an, an deren Thron zu rütteln. Wenn wir es schafften, 30 Minuten auf Augenhöhe zu agieren, wäre ich zufrieden.“

 Als aufgearbeitet betrachtet er die 74:81-Niederlage vor einer Woche in Osnabrück. Wegen des von Covid-19 zerhackten Spielplans sei es seiner Mannschaft gar nicht möglich gewesen, ans Maximum zu kommen, erklärt er: „Die Sicherheit, die wir als Team brauchen, um erfolgreich zu sein, finden wir erst nach ein paar Spielen.“ Von der Idee, die Partie gegen den Topfavoriten nur als Ouvertüre für die kommenden Wochen mit einem hoffentlich regelmäßigeren Spielbetrieb zu nehmen, hält er indes gar nichts. Stattdessen verspricht er: „Ich glaube fest daran, dass wir eine andere Tigers-Mannschaft sehen als letzte Woche.“