Basketball: Tigers enttäuschen trotz Niederlage nicht

Basketball: TG Tigers spielen trotz der Niederlage stark auf

Zum Saisonauftakt unterliegt der Zweitligist aus Neuss beim Aufstiegsfavoriten Gisa Lions SV Halle trotz starker Leistung mit 67:73.

Ja, das erste Spiel beim mit Macht zurück ins Oberhaus strebenden Erstliga-Absteiger Gisa Lions SV Halle ging mit 67:73 (Halbzeit 28:33) verloren, doch vor seinem ersten Jahr als Trainer des Basketball-Zweitligisten TG Neuss Tigers ist Antoine Braibant trotzdem nicht bange. „Wir werden eine gute Saison haben“, verspricht er, „weil wir uns stetig verbessern.“

Letzte Gewissheit gab ihm der gute Auftritt seiner Mädels in Sachsen-Anhalt. Sein Fazit: „Wir waren gegen eines der wahrscheinlich besten Teams der Liga in einem Klassespiel auf Augenhöhe – und das ohne Franzi Worthmann ...“ Das Fehlen der in der vergangenen Saison überragenden Schützin, die mit einem im Training erlittenen Rippenbruch zwei Wochen ausfallen wird, wollte er zwar nicht als Entschuldigung für die Niederlage ins Feld führen. „Aber sie ist unsere beste Scorerin – mit ihr wäre das definitiv ein anderes Spiel geworden.“ In die Bresche sprang diesmal Jana Heinrich, am Ende mit 26 Punkten (6/10 Dreier) Topschützin der Partie. „Sie ist smart“, lobte der Belgier die 32-Jährige, die unter ihm wieder mehr auf dem Flügel agieren soll, „weil sie von dort einfach besser punkten kann.“ Das ist in dieser Spielzeit möglich, weil der Kader in Britta Worms, Henrietta Wells und vor allem Carlotta Ellenrieder nun Spielerinnen ausweist, die die schwere Arbeit an den Brettern verrichten können. Der Coach hielt Wort, beorderte Ellenrieder sogar in die Anfangsformation. Die starke Leistung der 19-Jährigen, die sich in ihrem 1,93 Meter großen Körper noch zurechtfinden muss, bestätigte ihren Förderer auf der Bank. Nach dem in 30:43 Minuten (!) mit neun Punkten und elf Rebounds nur knapp verpassten Double-Double stellte Braibant sogar fest: „Unser Erfolg in dieser Saison wird davon abhängen, ob sie ihr riesiges Potenzial ausschöpfen kann.“ Unter den ersten Fünf stand auch Ronja Spießbach (10 Punkte). Braibant: „Nach dem Ausfall von Franzi musste ich auf ihrer Position eine Lösung finden. Und Ronja hilft uns mit ihrer intensiven Verteidigung.“

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Dass seinen Schützlingen der Sieg, „den beide Mannschaft verdient gehabt hätten“, durch die Lappen ging, machte er an zwei Dingen fest: Der schwachen Freiwurfausbeute (17/29 Versuche für magere 58 Prozent) und dem total verpatzten Start ins dritte Viertel, in dessen Verlauf die Tigers mit bis zu 18 Zählern ins Hintertreffen gerieten. Dabei konnten sich die Lions vor allem auf zwei ihrer fünf Importkräfte verlassen: Ieva Kazlauskaite aus Litauen markierte 17 Punkte, Barbora Kasparkova aus Tschechien 14. Wie sein Team den klaren Rückstand wegsteckte und sich ins Spiel zurückkämpfte, imponierte Braibant. Überhaupt zeigte er sich schwer beeindruckt vom Niveau der Partie. „Das extrem hohe Level hat mich schon überrascht.“

Am Mittwoch (16 Uhr) geht’s für Neuss in der Heimpremiere gegen die Krofdorf Knights.

HALLE – NEUSS 73:67 (33:28)
Gisa Lions SV Halle:
Bennett (8), Büschel (8/1), Hebecker (2), Kampouraki (5), Kasparkova (14), Kazlauskaite (17/2), Kühn (4), Mercer (8), J. Schinkel (3), L. Schinkel (4)
TG Neuss Tigers: Bastian (13/2), Ellenrieder (9), Heinrich (26/6), Prudent (4), L. Spießbach (1), R. Spießbach (10), Wells (2), Worms (2)
Viertel: 15:13, 18:15, 22:15, 18:24

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