Basketball: TG Stürzelberg schlägt Spitzenreiter DJK Adler Frintrop

Basketball : TG Stürzelberg schlägt Spitzenreiter

Aufsteiger behält in der 2. Basketball-Regionalliga beim 75:72-Erfolg die Nerven.

Die TG Stürzelberg hat ihren ersten Coup in der 2. Basketball-Regionalliga gelandet, schlug in heimischer Halle den Tabellenführer DJK Adler Frintrop mit 75:72 (Halbzeit 43:38). Hört sich sensationell an, war für Trainer Lukas Solf indes keine wirkliche Überraschung. Bereits „während und nach dem Warm-Up“ hatte er das Gefühl, „dass wir hier der Favorit sind. Ich merkte irgendwie, dass die uns nach ihrem Sieg im Topspiel gegen Fast-Break Leverkusen nicht so richtig ernst nehmen.“

Der Start ging freilich in die Hose, der um den ehemaligen Bundesliga-Profi Sebastian Rahtjen formierte Spitzenreiter ging mit 7:0 in Führung, gewann das erste Viertel mit 24:14 und lag zu Beginn des zweiten Abschnitts sogar mit 27:14 vorne. Doch die Hausherren schlugen zurück, holten sich das zweite Viertel mit 29:14 und nahmen den knappen Vorsprung nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt (16:16) mit in die letzten zehn Minuten (59:54/30.). Es blieb eng: Frintrops Coach Tobias Stadtmann brachte den Neuling in der Verteidigung mit seiner Umstellung auf eine 2-3-Zone in arge Verlegenheit, beim 66:64 (34.) führten die Adler wieder. Vier Minuten vor Schluss hieß es 68:65 für den Primus.

Dann übernahm Jo Lange – der bundesliga-erfahrene Center der TGS sorgte mit acht Punkten in Folge nahezu im Alleingang dafür, dass Stürzelberg vorentscheidend auf 73:65 (39.) davonzog: Zunächst verwandelte er nach einem unsportlichen Foul die fälligen Freiwürfe zum 67:68 und nutzte danach auch das zusätzlich gewährte Angriffsrecht zum 69:68. Insgesamt setzte der 2,08 Meter große Routinier sieben seiner acht Freiwürfe ins Netz. Verlass war in der Crunchtime auch auf seine regionalliga-erprobten Teamkollegen Lars Terlecki (24 Punkte) und Sven Schermeng (13). „Klar, im letzten Viertel haben nur noch die Drei gepunktet“, räumte Solf ein, wertete den Sieg aber als Gesamtkunstwerk: „Im Gegensatz zur Niederlage gegen Wuppertal, als wir praktisch nur mit fünf, sechs Leuten gespielt haben, bekamen diesmal alle Zwölf ihre Einsatzzeiten.“ Und er schloss: „Also ich bin sehr zufrieden.“ Für die TG Stürzelberg spielten: Terlecki (24 Punkte, drei Dreier), Lange (15, 7/8 Freiwürfe), Schermeng (13, drei Dreier), Haupt (6), Alt (5, ein Dreier), Corley (5, ein Dreier), Neubert (4), Weyer, Nowak (je 2), Horn, Missbach, Breuer.

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In der Liga ist Stürzelberg erst wieder am 2. November im Einsatz. Dann geht es zum Regionalliga-Absteiger BG Kamp-Lintfort. Beine hochlegen ist aber nicht drin. Am Samstag (Anpfiff 19.30 Uhr) sind Jo Lange & Co. im WBV-Pokal beim Oberligisten SV Alte Freunde Düsseldorf  (Stockum) im Einsatz.

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