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Basketball: TG Neuss Tigers verlieren bei den Löwen

Basketball : Löwen-Profis zu physisch für TG Neuss Tigers

Die beste Nachricht hatten die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss bereits am Freitagabend bekommen. Gerade noch rechtzeitig vor dem Derby bei den Bergischen Löwen war die Arbeitserlaubnis für die vor zwei Wochen verpflichtete Amerikanerin Dara  Taylor eingetroffen.

Mit der neuen Spielmacherin, aber ohne Jana Heinrich (auf Studienfahrt) unterlag der Tabellenvorletzte jedoch beim Play-off-Kandidaten mit 58:70 (Halbzeit 28:36).

Taylor stand bei den Gästen sofort in der Startformation. Die Löwen, bei denen das ebenfalls zum ersten Mal spielberechtigte US-Girl Laura Hughes zunächst auf der Bank Platz nahm, begannen mit den Imports Marquisha Harris (USA), Majda Ghariani (Frankreich) und Magdalena Gawronska (Polen). Beim Spielstand von 7:6 (nach 2:7-Rückstand) für Neuss brachte Tigers-Coach Antoine Braibant zum ersten Mal in dieser Saison Franziska Worthmann, die zu Beginn der zweiten Viertels per Dreier zum 21:16 traf. Weil dieser Abschnitt jedoch deutlich mit 10:22 verloren ging, Gawronska (12 Punkte) von jenseits der Drei-Punkte-Linie hochprozentig traf (4/6 Würfe für 66 Prozent) und für Taylor neben sieben Zählern auch sieben Ballverluste zu notieren waren, gingen die Neusserinnen mit einem Acht-Punkte-Rückstand in die Halbzeit. Luca Marré sorgte in der 23. Minute mit dem 40:30 erstmals für eine zweistellige Punktedifferenz. Diesen Vorsprung bauten die Löwen, die sich in dieser Saison den Luxus leisten können, drei US-Profis (davon eine mit deutschem Pass), eine Polin und eine Französin zu beschäftigen, auf bis zu 17 Punkten aus.

Mit der Analyse der Partie tat sich Braibant darum leicht: „Der Gegner war zu physisch für uns, da konnten wir nicht mithalten. Das ist eine sehr gute Mannschaft – und einfach besser als wir.“ Mit seinen „Debütantinnen“ war er fürs Erste zufrieden: Dara Taylor legte bei ihrer Rückkehr 17 Punkte und sieben Rebounds auf, leistete sich im Spielaufbau indes auch acht Ballverluste. Franziska Worthmann, nach Schulterblessur und Rippenbruch erst seit gut anderthalb Wochen wieder voll im Mannschaftstraining, blieb in 20:27 Einsatzminuten bei drei Punkten (1/8 Würfe aus dem Feld, 1/2 Dreier) und sechs Rebounds hängen. Da geht sicher mehr. Ihr Coach ist allerdings fest davon überzeugt, „dass sie uns noch sehr helfen werden. Etwas Geduld, bitte!“ Diesmal hatten die Löwen mit Tenorio (21 Punkte), Gawronska (20) und Harris (11) die Hosen an. Bei den Tigers überzeugte Lotti Ellenrieder mit einem Double-Double (11 Punkte/10 Rebounds).