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Basketball: TG Neuss Tigers treten angeschlagen in Grünberg an

Basketball : Tigers treten am Sonntag extrem angeschlagen in Grünberg an

Beim Basketball-Zweitligisten aus Neuss lag unter der Woche die halbe Mannschaft krank im Bett. Dafür steht Franzi Worthmann wieder zur Verfügung.

Hinter den Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss liegt eine üble Woche. Irgendwie waren rund um die Elmar-Frings-Sporthalle an der Bergheimer Straße alle krank. „Am Mittwoch hatte ich nur noch sechs Spielerinnen im Training“, klagt Trainer Antoine Braibant. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um am Sonntag (16.30 Uhr, Sporthalle der Theo-Koch-Schule) bei den Bender Baskets Grünberg nach den Heimniederlagen gegen die Bergischen Löwen (55:62) und Rotenburg/Scheeßel (71:76) ) in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Nach dem Match am vergangenen Samstag gegen die Löwen hatten Dara Taylor und Natalie Bastian sogar das Krankenhaus aufsuchen müssen.  Während Bastian inzwischen wieder halbwegs auf dem Damm ist, droht die von einer Bronchitis geschwächte Taylor am Sonntag auszufallen. „Dass sie trotz Fieber aufgelaufen ist, hat ihr nicht gut getan“, vermutet ihr Coach. Erschwerend kam hinzu, dass unter der Woche auch Ronja Spießbach und Franziska Worthmann passen mussten. Aber: Beide sind in Grünberg dabei. Und das ist gut so, denn die in ihrem Beruf als Forensikerin unabkömmliche Worthmann hatte den Tigers zuletzt an allen Ecken und Enden gefehlt. Die Bedeutung der 32-Jährigen für sein Team sei immens, stellt Braibant klar: „Wir hatten am Anfang der Saison unsere Probleme und jetzt zu Jahresbeginn – und jedes Mal fehlte Franzi. Sie ist unglaublich wichtig für die Mannschaft, selbst dann, wenn sie nicht scort.“ Das wissen natürlich auch die Gastgeberinnen aus Mittelhessen. So schreibt die „Gießener Allgemeine“ in ihrer Vorschau auf die Partie: „An Routinier Franziska Worthmann hat Grünberg nicht die besten Erinnerungen aus dem Hinrundenspiel behalten. Sie trumpfte damals groß auf und soll nun an einer Wiederholung gehindert werden.“ Trotz ihrer 29 Punkte und einem von den Tigers mit 22:9 gewonnenen zweiten Viertel hatte Grünberg im Hinspiel mit 64:56 die Oberhand behalten. In Sicherheit wiegt das die erfahrene Trainerin Aleksandra Heuser jedoch nicht: „Wir müssen auf höchstem Level performen, wenn wir eine Chance haben wollen“, fordert die langjährige Bundesliga-Spielerin.

So richtig erfolgreich waren die vergangenen Wochen nicht für ihr Team: Nach Niederlagen gegen die Topteams Bergische Löwen (42:71, 45:56), Osnabrück (48:64) und Halle (42:58) ist Play-off-Platz vier erstmal futsch – auch wenn der nie wirklich ein Ziel war. Die interessantesten Kräfte bei Grünberg sind US-Girl Amy Patton (27 Punkte/zehn Rebounds im Hinspiel) und die erst 17-jährige Stella Reichert, die im Schnitt 11,7 Punkte auflegt.

Grund für einen Blick zurück im Zorn sieht Braibant derweil nicht für seine Truppe. Zum einen sei diese für alle so ungemein schwierige Saison ja noch gar nicht zu Ende, zum anderen gelte es, sich an die guten Momente zu erinnern. „Und die gab es. Ich sehe keinen Grund, verärgert zu sein. Die Girls versuchen immer alles.“ Auf jeden Fall verzichten müssen die Tigers in Grünberg auf Inga Krings (Bronchitis). Das Neusser Eigengewächs fehlte schon am vergangenen Samstag gegen die Hurricanes.