2. Basketball-Bundesliga Tigers starten mit Sieg beim ASC Mainz in die Play-offs

Neuss · Im Achtelfinal-Hinspiel um die Deutsche Zweitliga-Meisterschaft bezwingen die Basketballerinnen der TG Neuss den Gastgeber ASC Theresianum Mainz mit 90:87. Olivia Nash legt mit 37 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double auf.

„W wie Win!“ Die Tigers gewinnen das Play-off-Hinspiel in Mainz mit 90:87: (h.v.l.) Co-Trainer Dragan Ciric, Marija Ilic, Inga Krings, Iva Banozic, Hazal Sulaksu, Mika Zaparaniuk, Trainer Björn Weber. (v.v.l.) Linda Brückner, Olivia Nash, Johanna Huppertz, Kim Franze.

„W wie Win!“ Die Tigers gewinnen das Play-off-Hinspiel in Mainz mit 90:87: (h.v.l.) Co-Trainer Dragan Ciric, Marija Ilic, Inga Krings, Iva Banozic, Hazal Sulaksu, Mika Zaparaniuk, Trainer Björn Weber. (v.v.l.) Linda Brückner, Olivia Nash, Johanna Huppertz, Kim Franze.

Foto: TG Neuss

Die fast unglaubliche (Comeback-) Geschichte der Tigers geht auch in den Play-offs um die Zweitliga-Meisterschaft weiter. Auch ohne Mathilde Aïcha Diop, Luca Raschke und Lonneke Wiesemann setzten sich die Basketballerinnen der TG Neuss im Achtelfinal-Hinspiel beim ASC Theresianum Mainz mit 90:87 (Halbzeit 40:44) durch und haben damit gute Aussichten, im Rückspiel am Samstag vor heimischem Publikum den Einzug in die Runde der besten Acht perfekt zu machen. Und trotzdem stellte Trainer Björn Weber der Abend nicht ganz zufrieden. „Wir haben es unnötig spannend gemacht“, befand er und bemängelte vor allem, „dass wir dem Gegner zu viele Punkte an der Freiwurflinie gegeben haben.“

Satte 30 Mal standen die Gastgeberinnen an der Linie, trafen dabei aber nur 19 Mal für schwache 63 Prozent. Weil das indes auch anders hätte ausgehen können, forderte Weber, der sich jegliche Kritik an der Leistung der Unparteiischen verkniff, fürs Rückspiel: „Da müssen wir uns klüger anstellen.“ Obwohl seinen Schützlingen in insgesamt 40 Minuten lediglich 13 Freiwürfe zugesprochen wurden, überstanden sie die schwierige erste Hälfte, in deren Verlauf sie mit 25:32 (15.) ins Hintertreffen gerieten, halbwegs unbeschadet. Weber: „Da haben wir ein bisschen gepennt, sind dann aber noch gut zurückgekommen.“

Und das lag natürlich ganz stark an der wieder famosen Olivia Nash, die den Mainzerinnen aus jeder Position zuzusetzen wusste. Am Ende standen für die 30 Jahre alte US-Amerikanerin aus Michigan 37 Punkte und 14 Rebounds zu Buche, dazu nagelte sie den Ball bei sechs Versuchen vier Mal von jenseits der Drei-Punkte-Linie in den Korb. Und das ohne die Unterstützung ihrer verletzt nach Dakar zurückgekehrten kongenialen Partnerin Mathilde Aïcha Diop.

Mit kleiner Rotation – die aus dem im DM-Achtelfinale ausgeschiedenen WNBL-Team angeforderte Hazal Sulaksu kam nur sporadisch zum Einsatz – bissen sich die Tigers an ihrem Kontrahenten fest. Den Dreier von Tatum Koenig zum 47:42 (21.) für den ASC beantwortete Kim Franze mit zwei erfolgreichen Würfen aus der Ferndistanz zum 48:47 (22.), im nächsten Angriff vollendete Nash den 8:0-Lauf mit den Punkten zur 50:47-Führung (23.).

Während sich Mainz wie erwartet vor allem auf die von Erin Antosh, Tatum Koenig (beide 19 Punkte) und Verena Soltau (15) formierte Troika verließ, bekam Nash in der Offensive Unterstützung von Maria Ilic (16), Kim Franze, Johanna Huppertz (je 10) und Linda Brückner (11), die drei Minuten vor Schluss mit ihrem Dreier zum 88:80 auch für den höchsten Vorsprung der Gäste sorgte.

Weil sich die beiden Teams in der Sporthalle am Laubenheimer Weg indes stets auf Augenhöhe begegneten, blieb es eng, was für ein hoch spannendes zweites Duell sorgen dürfte. In das gehen die Tigers mit einer beeindruckenden Serie: Seit der 59:76-Niederlage am 4. November in der Liga gegen den BBC Osnabrück haben sie in der Elmar-Frings-Sporthalle nicht mehr verloren, gewannen sieben Mal in Folge. Ein weiterer Sieg würde sie ins Viertelfinale bringen. Dort ginge es wohl gegen die BG 89 AVIDES Hurricanes, die im Hinspiel den Süd-Achten München Basket mit 86:61 abfertigten.

Die dafür nötigen Voraussetzungen schaffen will Weber in den Trainingseinheiten am Mittwoch und Donnerstag. Die Chancen stehen trotz des knappen Sieges im Hinspiel bei 50:50.

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