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Basketball: TG Neuss Tigers schlagen müde Panthers noch mit 74:62.

Basketball : Tigers schlagen müde Panthers am Ende klar

Als Osnabrück im Schlussviertel die Puste ausgeht, packt der Basketball-Zweitligist aus Neuss energisch zu. Die letzten zehn Minuten gehen mit 24:10 an die Turngemeinde.

Geduld ist eine Tugend, die auch im Basketball von Nutzen sein kann. Ein gutes Beispiel dafür war der 74:62-Heimerfolg (Halbzeit 40:39) der TG Neuss Tigers im Zweitliga-Duell mit der Panthers Academy Osnabrück. Über drei der vier Viertel begegneten sich die beiden Teams absolut auf Augenhöhe. Aber im mit 24:10 gewonnenen Schlussabschnitt brachten die Gastgeberinnen den Sieg entschlossen unter Dach und Fach. Damit gelang ihnen auch die angestrebte „Revanche“ für die unerwartete 74:81-Niederlage im Hinspiel.

Dass den jungen Gästen am Ende die Luft ausgehen könnte, darauf hatte TG-Trainer John F. Bruhnke spekuliert, denn die drei Topkräfte der Panthers waren noch am Abend zuvor mit dem von Personalproblemen geplagten Erstliga-Team in Freiburg im Einsatz gewesen: Während für Emma Eichmeyer nach 27:19 Minuten auf dem Parkett und acht Punkten mit der Rückkehr am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr die Schicht endete, machten sich Frieda Bühner  (16 Punkte in 24:58 Minuten) und Victoria Poros (fünf Punkte in 18:50 Minuten) da schon fast wieder fertig für die Fahrt nach Neuss. Dort setzten sie den Tigers gemeinsam mit Michelle Müller und Julia Dzeko – in der Addition markierte dieses Quartett 41 der 62 von den Panthers insgesamt erzielten Punkte –  mächtig zu.

Ihnen gelang es im dritten Viertel sogar, das Tempo aus der Partie zu nehmen und mit 52:44 (27.) in Führung zu gehen. Doch ihre Körner waren damit fast verbraucht. Dem Konter der Tigers, die beim 58:52 (32.) nach einem 14:0-Lauf das Kommando übernahmen, hatten die nun müden Bühner (35:34 Minuten auf dem Feld), Poros (33:08), Müller (35:29) und Dzeko (28:35) nicht mehr viel entgegenzusetzen. Ein „Dreier“ von Jana Heinrich bescherte den Tigers in der 35. Minute erstmals einen zweistelligen Vorsprung (67:56). Und als Britta Worms (17), gemeinsam mit Jill Stratton (20) und Christina Krick (13) beste Neusser Punktesammlerin, kurz darauf ein Drei-Punkte-Spiel zum 70:58 vollendete, war die Sache durch.

Klasse fand Bruhnke, der auch gute Vorstellungen von Energizer Hannah Wischnitzki und der kämpferisch starken Jana Meyer (elf Rebounds) gesehen hatte, „dass es uns im vierten Viertel gelungen ist, das Tempo wieder hochzufahren. Denn Osnabrück war platt.“ In der gesamten zweiten Hälfte markierten die Panthers gerade mal 23 Zähler.

Neuss: Stratton (20 Punkte), Lukas, Glock, Wischnitzki (2), Meyer (5), Ellenrieder (8), Kuhlmann (2), Krick (13), Prudent (2), Heinrich (5), Worms (17)

Osnabrück: Bühner (14 Punkte/16 Rebounds), Dreyer, Riehmann, Dzeko (8), Poros (10), Banko (5), Sprehe (2), Müller (9), Rüße (8), Landwehr, Hansmann (6)

Viertel: 16:17, 24:22, 10:13, 24:10