Basketball: TG Neuss Tigers schlagen Alba Berlin mit 65:60.

Basketball : Diesmal haben die Tigers einen Lauf

Mit einer Serie von 11:0-Punkten machen Basketballerinnen aus Neuss den 65:60-Sieg in Berlin perfekt.

Mannschaftssport gleicht fast an jedem Wochenende einer Wundertüte: Genau einer Woche vor ihrem 65:60-Erfolg (Halbzeit 36:38) bei Alba Berlin hatten die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss gegen Opladen eine bis dahin völlig offene Partie nach einem knapp fünfminütigem Blackout und einer Serie von 0:15-Punkten in Folge mit 68:76 verloren. An der Spree lief die Sache genau andersherum.

 In der 32. Minute gerieten die Tigers nach einem gelungenen Wurf der ehemaligen deutschen Nationalspielerin Ireti Amojo von jenseits der Drei-Punkte-Linie mit 54:58 ins Hintertreffen. Jana Heinrich (am Ende mit elf Punkten und zehn Rebounds) konterte ebenfalls aus der Ferndistanz mit den Punkten zum 57:58 (34.), kurz darauf brachte Franziska Worthmann die Neusserinnen mit zwei verwandelten Freiwürfe wieder nach vorne (59:58/35.). Carlotta Ellenrieder, die mit neun Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double nur knapp verpasste, erhöhte auf 61:58 (36.). Als wenig später Briana Williams für die Gäste an der Freiwurflinie gleich zweimal patzte (37.), ahnte TG-Coach John F. Bruhnke sofort, dass jetzt die Entscheidung nahte: „So war das auch gegen Opladen. Drei Minuten ist nix passiert – und die Mannschaft, die den ersten Impuls setzt, gewinnt das Spiel.“ In Berlin waren das die Tigers: Auf Jana Heinrichs Korb zum 63:58 (37.) packte Jill Stratton (10 Punkte/10 Rebounds) in der letzten Spielminute die Zähler zum 65:58 drauf und machte damit den siegbringenden 11:0-Lauf der Tigers perfekt. Dass Leyla Öztürk Albas knapp achtminütige Sturmflaute mit ihrem Kob zum 60:65-Endstand beendete, war darum egal.

Den befreienden Sieg nach den beiden vorangegangenen Niederlagen gegen die Bergischen Löwen (80:88) und BBZ Opladen kommentierte Bruhnke gewohnt nüchtern: „Es war das erwartet enge Spiel gegen eine kämpferische Berliner Mannschaft.“ Seinen Schützlingen bescheinigte er eine „gute Mannschaftsleistung. Wir haben breit gepunktet und ab der 32. Minute den entscheidenden Lauf gehabt.“ Und natürlich weiß er genau, was das Erfolgserlebnis für den weiteren Saisonverlauf bedeutet: „Das war wichtig – für die Mannschaft und für mich.“ Am Samstag kommt der ungeschlagene Tabellenführer Eintracht Braunschweig nach Neuss.         

Berlin: Abbott (3), Amojo (12), Beier, Gohlisch (10), Hirmke (6), Höfermann (5), Livermore (10), Poros (5), Reuß (7), Öztürk (2)
Neuss: Ellenrieder (9), Heinrich (11), Prudent (5), R. Spießbach (4), Stratton (10), Williams (13), Worms (6), Worthmann (12), Wucherer
Viertel: 19:22, 19:14, 11:14, 11:15