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Basketball: TG Neuss Tigers fühlen sich stark genug für die Play-offs

Basketball : Tigers fühlen sich stark genug für die Play-offs

Die Auftaktpartie der Neusser Zweitliga-Basketballerinnen am Samstag gegen die BG Rotenburg/Scheßel ist gleich ein Schlüsselspiel.

Sicher ist diesen manchmal so finsteren, von dem vermaledeiten Corona-Virus dominierten Tagen gar nichts – noch nicht mal, ob die TG Neuss Tigers die Saison 2020/2021 der 2. Basketball-Bundesliga am Samstag (17.30 Uhr, Elmar-Frings-Sporthalle an der Bergheimer Straße) mit dem Heimspiel gegen die BG 89 Avides Hurricanes tatsächlich eröffnen können.

Das Hygienekonzept steht zwar und hat sich am vergangenen Wochenende im Pokalspiel gegen die Rheinland Lions (71:91) vor allerdings leeren Rängen bewährt, doch angesichts weiter steigender Infektionszahlen, die auch den Rhein-Kreis zum Risikogebiet gemacht haben, ist Trainer John F. Bruhnke extrem vorsichtig. Immerhin hat er die Gewähr, „dass bei uns im Bereich der Hygiene unheimlich viel passiert.“ Und mit Blick auf Geschäftsführer Klaus Ehren („Die Extraarbeit, die er leistet, ist unbezahlbar.“) und Abteilungsleiterin Angela Krings wagt er die Prognose: „Wenn alle einen ähnlich guten Job machen, kriegen wir diese Saison gewuppt.“

Sportlich hält er seine Mädels für stark genug, sich einen Platz in den Play-offs zu sichern. Dazu müssten die Tigers unter die ersten Vier im Norden kommen. „Läuft es gut, können wir das schaffen“, findet er. Rang eins scheint fest an die „Startruppe“ der Rheinland Lions vergeben. Dahinter dürften Eintracht Braunschweig, in der vergangenen Spielzeit zum Zeitpunkt des coronabedingten Abbruchs Tabellenführer, und Neuling Capitol Bascats Düsseldorf, der sein bislang von der Ex-Neusserin Kita Waller angeführtes Team international verstärkt hat, auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel gehen. Ums vierte und letzte Play-off-Ticket bewerben sich neben den Neusserinnen wohl Alba Berlin, Opladen, Grünberg und Rotenburg/Scheeßel. Etwas zurück, so eine sachte Voraussage, sollten die ChemCats Chemnitz und die Panthers Academy Osnabrück sowie die Neulinge Young Dolphins Marburg und ASC Göttingen folgen.

Zum Schlüsselspiel erklärt Bruhnke gleich den Auftakt gegen die Hurricanes, die mit dem 72:67-Heimsieg im Pokal gegen den Erstligisten TK Hannover schon eine erste Duftmarke gesetzt haben: „Schlagen wir Rotenburg, könnten wir eine kleine Serie starten, denn der Spielplan spricht für uns.“

Unabdingbar sind dafür indes stabile Leistungen von Toshua Leavitt und Christina Krick, die für Briana Williams und Franzi Worthmann gekommen sind. Höchste Priorität hat die Integration der spät verpflichteten Krick. Weil drei der sieben geplanten Testspiele ausgefallen sind, fremdelt die Topscorerin des Süd-Zweitligisten SG Weiterstadt noch ein wenig. Bruhnke: „Wir können ihre Fähigkeiten noch gar nicht richtig nutzen, dazu kennen wir sie einfach zu wenig.“ Den endgültigen Durchbruch erhofft sich der Coach von Carlotta Ellenrieder, mit der er vor jedem Mannschaftstraining Zusatzschichten einlegt. „Sie macht Dinge, die in keiner Statistik auftauchen, versteckt sich im Angriff aber noch zu oft. Dabei macht sie im Training manchmal schon das, was Jana Heinrich gegen die Rheinland Lions geschafft hat: zehn Punkte in Folge.“ Bruhnke glaubt so fest an die mit 21 Jahren immer noch sehr junge Centerin, dass er sie anstelle der beruflich stark eingespannten Führungskraft Britta Worms starten lässt. „Ich bin mir sicher, dass sie in dieser Spielzeit in der öffentlichen Wahrnehmung einen Schritt nach vorne machen wird. Ihre Fähigkeiten geben zweistellige Werte bei Punkten und Rebounds her.“

Neu gegenüber der Vorsaison sind neben der äußerst wertvollen Jana Meyer (Rheinland Lions) im Grunde auch Rückkehrerin Hannah Wischnitzki, die nun ebenso wieder eine Vollzeitstelle im Kader besetzt wie Leonie Prudent.