Basketball-Regionalliga Talfahrt der Elephants Grevenbroich geht weiter

Grevenbroich · Nach der Pleite in Hamm, die fünfte Niederlage im sechsten Spiel, beträgt das Polster des Basketball-Regionalligisten aus Grevenbroich auf den Abstiegsplatz nur noch vier Punkte.

 Blick zurück im Zorn: Coach Ken Pfüller denkt in Grevenbroich auch über sein Personal nach.

Blick zurück im Zorn: Coach Ken Pfüller denkt in Grevenbroich auch über sein Personal nach.

Foto: Michael Ritters

Nach der 67:76-Niederlage (Halbzeit 33:36) der von ihm trainierten NEW‘ Elephants beim bis dahin punktgleichen Tabellennachbarn TuS 59 HammStars fiel es Ken Pfüller nicht schwer, die ausschlaggebenden Faktoren für den Fehlstart in die Rückrunde der Basketball-Regionalliga West zu benennen: „Trefferquote und Rebounds.“

In Zahlen ausgedrückt: Die Gäste hatten in der Märkischen Sporthalle kein gutes Wurfhändchen – weder von außen (6/32 Dreier für 18,8 Prozent) noch von innen (20/45 Treffer für 44,4 Prozent). Sicher, auch die Quoten der HammStars waren mit 51,1 Prozent aus der Nah- und Mitteldistanz (23/45) sowie 25 Prozent von jenseits der Drei-Punkte-Linie (5/20) alles andere als gut, doch das machte ihnen gar nichts. Denn das Schießpulver haben die vor allem für ihre starke Defensive bekannten Schützlinge von Trainer Ivan Rosic ohnehin nicht erfunden, und dann gab es da ja auch ihre frappierende Überlegenheit am Korb. Das Rebound-Duell ging mit 62:35 (!) an die Hausherren – ein Schlag ins Gesicht der in diesem Metier hauptsächlich für die Elephants tätigen Herren Adenekan (nur vier Rebounds in 21:17 Minuten auf dem Feld), Kazembola (5) und Müller (1).

Was den Coach besonders ärgerte: „Unser Fullcourt-Pressing hat super geklappt und wir hatten auch viele gute Würfe – haben aber nicht getroffen. Das war teilweise wirklich haarsträubend.“ Vor allem aus der Distanz ging so gut wie nichts: Max Kracht (3/5) traf noch ordentlich, Tim Elkenhans (2/5) hübschte seine bis dahin trübe Bilanz in der Schlussphase noch etwas auf, aber die Ausbeute seiner Teamkollegen Brian Dawson (1/10 Dreier), Jonathan Coles (0/3), Jimmy Nebo (0/4 Dreier, 0/9 insgesamt), Jonathan Broer (0/3) und Müslim Özmeral (0/2), der nur fünf Tage zuvor beim 103:117 im Nachholspiel gegen die ETB Miners noch alle seine sechs Versuche aus 6,75 Meter und mehr ins Netz bugsiert hatte, war jämmerlich. Der vor drei Wochen aus Essen nach Grevenbroich gekommene Guard gehörte in Hamm gemeinsam mit Nebo und den freilich nur spärlich eingesetzten Rassim Diallo und Müller sogar zur Fraktion der punktlosen.

Ohne selber zu glänzen, erspielten sich die HammStars um ihre Taktgeber Gilbert Gyamfi (21 Punkte), Jascal Knörig (21 Punkte/12 Rebounds) und Cortesao Joao Eduardo (9/10) bis drei Minuten vor dem Ende eine 20-Punkte-Führung. Danach versuchten die Gäste, die das Hinspiel mit 61:56 gewonnen hatten, wenigstens den unter Umständen noch wichtigen direkten Vergleich zu retten, doch auch das gelang ihnen nicht mehr.

Die dritte Niederlage in Folge verstärkte den Negativtrend beim Aufsteiger mit zuletzt nur einem Sieg aus sechs Spielen. Die Folge: Weil sich die beiden Kellerkinder Telekom Baskets Bonn II und TSV Bayer 04 Leverkusen II im Aufwind befinden, ist der Vorsprung der Elephants, die am Samstag in der letzten Partie des Jahres Herten empfangen, auf den einzigen Abstiegsplatz auf vier Punkte geschrumpft. Das bringt Pfüller ins Grübeln: „Vielleicht müssen wir auch mal ein bisschen aufs Personal gucken ...“

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