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Basketball: Spiel der Elephants in Wulfen steht auf der Kippe

Basketball : Spiel der Elephants steht auf der Kippe

Den Grevenbroicher Basketballern droht in Wulfen der Ausfall eines Trios mit ungeklärtem Impfstatus. Bastian Becker muss auf jeden Fall passen.

Kurze Frage: Gibt es eigentlich eine Steigerung von Tiefpunkt? Wenn ja, sind die Basketballer des Regionalligisten NEW‘ Elephants (unfreiwillig) dabei, ihn auszuloten. Am vergangenen Wochenende standen Trainer Ken Pfüller im trotz bewundernswerter Einstellung mit 93:104 verlorenen Heimspiel gegen Hamm nur noch sechs Spieler (plus der nicht eingesetzte Henri Kieweg aus der U18) zur Verfügung. Dabei hatte er gerade erst den Spanier Alejandro Vergara dazugeholt.

Die Freude über den starken Einstand des Shooting Guards währte nicht lange. Zunächst unterrichtete Bastian Becker seinen Coach, dass er sich wegen eines Corona-Falls im engsten Umfeld der Familie in Quarantäne zu begeben habe. Dann gab es aufgrund der kürzlich geänderten Regeln bei gleich drei Akteuren Irritationen über deren  Impfstatus. Pfüller: „Sie sind mit Johnson & Johnson geimpft, und es war unklar, ob sie spielen können.“ Schließlich gab der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) das Okay. Das Trio darf am Samstag (Anpfiff 20 Uhr) bei den BSV Münsterland Baskets in Wulfen ran, allerdings nur mit einem aktuell negativen PCR-Test. Hat diese Regelung auch in der Halle Bestand, besteht der Kader der Elephants aus: Thomas Lehnen, Alejandro Vergara, Dino Berberistanin, John Murry, Julian Mikhail und dem nach fiebriger Erkältung zurückgekehrten Dzemal Selimovic. Der wackere Henri Kieweg nimmt für den Fall der Fälle auf der Bank Platz.

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Allerdings könnte das Problem schon sehr bald die ganze Liga einholen, denn der zunächst nur einmal zu verabreichende Johnson & Johnson-Impfstoff erfreute sich in der Vergangenheit wegen seiner guten Verträglichkeit gerade bei Sportlern großer Beliebtheit. Bis gestern Abend musste nur das Gastspiel der von Covid-19 betroffenen BBA Hagen bei den Hertener Löwen verschoben werden.

Die Elephants, die angesichts eines Sechs-Punkte-Rückstands auf den rettenden zwölften Rang eigentlich jeden Sieg dringend brauchen, müssen sich weiter in Geduld üben. Zwar ist der ebenfalls neu gekommene Anton Zraychenko nach überstandener Corona-Erkrankung und darauffolgender Mandelentzündung am Montag endlich wieder ins Training eingestiegen, doch mehr als Kurzeinsätze dürften in nächster Zeit nicht drin sein. Ebenfalls auf sein Comeback brennt Tim Elkenhans (Kahnbeinbruch). „Er kann schon wieder mit dem Ball dribbeln“, weiß Pfüller, der mit dem ehrgeizigen Energizer aber frühestens Anfang Februar rechnet.

Was unter diesen Umständen in Wulfen zu erwarten ist, kann selbst der Coach nicht wissen. „Eigentlich müssten wir da was mitnehmen, aber die Trainingswoche war jetzt auch nicht so großartig.“ Das Hinspiel war mit 90:74 an die Baskets gegangen. Bei denen kann nach zweiwöchiger Pause US-Spielmacher Bryant Allen, der in Grevenbroich mit 23 Punkten zum Topscorer avanciert war, wieder auflaufen. 15 Zähler waren auf das Konto von Lyuben Paskov gegangen.