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Basketball: So sieht die Zukunft der TG Neuss Tigers aus

Basketball : So sieht die Zukunft der TG Neuss aus

Die Junior Tigers sind in die 13. Saison der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) gestartet. Ihr Trainer Dragan Ciric soll die jungen Spielerinnen vor allem fit machen für Einsätze im leistungsbezogenen Damenbereich.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hat endlich auch die Weibliche Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) wieder losgelegt. Die beiden ersten Spieltage liegen schon hinter den 27 in die Gruppen Nordwest, Nordost, Mitte und Süd eingeteilten Teams. Und Stefan Raid, DBB-Vizepräsident für Jugend und Schule, geht fest davon aus, dass nun tatsächlich der Nachfolger des schon 2019 gekürten Champions ChemCats Chemnitz ermittelt wird: „Die Vereine haben sich in jeglicher Hinsicht bestens vorbereitet und dürsten danach, sich wieder bundesweit messen zu können. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die coronabedingten Hygiene- und Sicherheitskonzepte in den einzelnen Spielhallen greifen und dass wir eine komplette Saison über die Bühne bringen.“

Die TG Neuss Junior Tigers, schon seit Gründung der Liga zur Saison 2009/2010 dabei (damals in einer Kooperation mit ART Düsseldorf und dem SC Bayer Uerdingen noch als Rhein Girls), treten in der Gruppe Nordwest an – und haben nach der 56:71-Niederlage zum Start bei den Cologne Regio Ladies (formiert von den RheinStars Köln, BBZ Opladen und dem Hürther BC) ihre ersten Punkte aufs Konto gebracht. In Allerheiligen gelang den Schützlingen von Trainer Dragan Ciric ein 65:58-Erfolg (Halbzeit 36:27) über New Basket Oberhausen. Obwohl seine Tigers nach nervösem Beginn noch im ersten Viertel die Kontrolle übernahmen (23:13/10.) und mit einer 15-Punkte-Führung in die letzten fünf Minuten gingen, sah der Coach noch Verbesserungspotenzial: „Eine Wurfquote aus der Nah- und Mitteldistanz von 46 Prozent kann sich sehen lassen und die 37 Defensivrebounds waren der Garant für den wichtigen Sieg, aber die 30 Ballverluste, die Oberhausen teilweise auch leichte Punkte bescherten, schmerzen mich sehr. Daran werden wir arbeiten müssen.“

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Zum Modus: Nach Ende der Vorrunde am 27. Februar stehen die 16 Mannschaften (vier pro Gruppe) für das Achtelfinale (mit Hin- und Rückspiel) fest. Auch im Viertelfinale entscheiden zwei Partien („Best of Two“) über den Einzug ins Top4-Turnier um den DM-Titel. Die drei letztplatzierten Teams jeder Vorrunden-Gruppe rutschen in die Relegationsrunde (Nord und Süd). Dabei werden die Ergebnisse aus den direkten Duellen übernommen. Die Teams auf den Plätzen fünf und sechs steigen ab und müssen in einer Qualifikationsrunde um ihr Bundesliga-Ticket für die Saison 2022/2023 kämpfen.

Der nur in Zahlen gemessene Erfolg ist freilich nicht die Hauptmotivation der Turngemeinde, sich an der WNBL zu beteiligen. „Im Vordergrund steht, alle Spielerinnen individuell bestmöglich weiterzuentwickeln, um sie langfristig auf eine Perspektive im leistungsbezogenen Damenbereich vorzubereiten“, erklärt Abteilungsleiterin Angela Krings.

Beim Heimsieg der von Rufin Kendall trainierten Zweitliga-Truppe am Samstag über Rist Wedel standen in Inga Krings, Nicole Egert, Anke Ollig, Lydia Sy und Fiona Mebelli fünf ehemalige sowie in Jule Schillings eine aktuelle WNBL-Spielerin auf dem Feld. Zum Kader gehören außerdem Luisa Lukas, die bis zur vergangenen Spielzeit für die Junior Tigers in der U18-Bundesliga zum Einsatz kam, und Johanna Huppertz, die zuletzt beim Bundesjugendlager des DBB in Heidelberg auf sich aufmerksam gemacht hatte und für die U16-Nationalmannschaft gesichtet wurde.