Basketball: NEW Elephants schlagen Kamp-Lintfort

Basketball: Elephants cruisen im Standgas zum Heimsieg

Im wahrscheinlich lockersten Match der Saison schlägt der Basketball-Regionalligist aus Grevenbroich die BG Kamp-Lintfort mit 86:45.

Es gibt Spiele, die werden schon vor dem Anpfiff gewonnen. Und darum legte sich der im Verbund mit Manager Hartmut Oehmen als Trainer für die Regionalliga-Basketballer der  NEW’ Elephants zuständige Simon Bennett bereits in der Kabine mächtig ins Zeug und gab für das Duell mit der BG Kamp-Linfort zwei Ziele aus: Auf der obligatorischen Tafel mit den wichtigsten Fakten zu jedem Gegner prangte diesmal nur die Zahl 47. „So viele Punkte hatte Kamp-Lintfort im ersten Spiel bei der Niederlage gegen Deutz gemacht“, erklärte Oehmen: „Gegen uns sollten es weniger sein.“ Ein Auftrag, den die Gastgeber vor rund 500 Zuschauern mit dem 86:45-Erfolg (Halbzeit 42:26) fast punktgenau erledigten. Außerdem war Bennett in seinem Debüt als Coach im Elephants-Dome daran gelegen, möglichst schon bis zur Halbzeitpause alle zwölf Akteure aufs Feld zu bringen. Die Absicht war mit der Einwechslung des 16 Jahre alten Eigengewächses Aleksa Atic in der 20. Minute in die Tat umgesetzt.

Dass sein wie erwartet in allen Belangen überlegene Personal dabei zu Beginn durchaus Mühe hatte, in die Gänge zu kommen, stieß bei Oehmen sogar auf Verständnis: „Das sind doch die unangenehmsten Spiele überhaupt – da kannst du nichts gewinnen.“ Bennett fand darum vor dem Seitenwechsel auch wenig, was ihm gefiel: „Ein Marko Boksic in Normalform, das war’s!“ Der feingliedrige und so wunderbar elegant aufspielende Bosnier erzielte 13 seiner am Ende 22 Punkte (4/6 Dreier) in den ersten 20 Minuten. Weil sich die ohne Import-Profis angetretenen Gäste, die sich in ihrer ersten Saison überraschend den Klassenverbleib gesichert hatten, gegen die im Standgas übers Parkett cruisenden Elephants aber mächtig ins Zeug legten, hielten sie zunächst Anschluss. Dass sie sich dabei die Rebound-Hoheit sicherten und damit regelmäßig zu zweiten und dritten Wurfchancen kamen, gefiel Bennett gar nicht. „Das habe ich in der Halbzeit auch klar angesprochen.“

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Erst ab der 17. Minute nahm die Partie ihren vorbestimmten Lauf: Von jenseits der Drei-Punkte-Linie netzten Vytautas Nedzinskas, dessen „pump fakes“ die Gäste immer wieder ins Leere fliegen ließ, und David Markert zum 37:26 ein. Der bei seinem erfolgreichen Versuch gefoulte Lennard Jördell erhöhte mit dem Bonus-Freiwurf auf 40:26 (20.) und Farid Sadek traf zum 42:26-Halbzeitstand. Nach Wiederbeginn machten die Hausherren dann endgültig Ernst: Als Farid Sadek, der recht unentspannt wirkende Milen Zahariev, Vytautas Nedzinskas, Marko Boksic und Lennard Jördell ihre gemeinsame Schicht beendet hatten, führten die Grevenbroicher deutlich mit 54:35 (37.). Weil sie jetzt jedoch richtig Bock hatten, zimmerten Nedzinskas, Boksic (3) und Sadek (6) bis zur letzten Drittelpause noch einen 11:2-Lauf zum 65:37 zusammen. Am Ende der einseitigen Partie standen zehn der zwölf eingesetzten Elephants auf dem Scoreboard, doch der junge Coach wusste das Ergebnis schon richtig einzuordnen: „So leicht wird es in dieser Saison nie mehr.“

Schlagender Beweis: 38:52 der 40 Spielminuten lagen die Jungs von der Erft vorne – die BG Kamp-Linfort um ihren mit kaum einer Schiedsrichterentscheidung zufriedenen Trainer Tobias Liebke dagegen keine Sekunde. Das bestätigte Oehmen in seiner Einschätzung: „Auch wenn die BG mit Till Achtermeier, Michael Schmak und Oskar Mellmann einige interessante Spieler in ihren Reihen hat, ob es auch im immer schwereren zweiten Jahr zum Klassenerhalt reichen wird, ist äußerst fraglich.“ Sein Problem ist das indes nicht.

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