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Basketball: Basketball: Jetzt steht die TG mit dem Rücken zur Wand

Basketball : Basketball: Jetzt steht die TG mit dem Rücken zur Wand

Die Rechenbretter im Abstiegskampf der Zweiten Basketball-Bundesliga Nord können von den Tischen der Trainer verschwinden, der vorletzte Spieltag hat Fakten geschaffen: Die TG Neuss muss nach der gestrigen 39:55-Pleite (Halbzeit 18:35) beim Play-off-Kandidaten BG Göttingen am Samstag (Anpfiff 17.30 Uhr) das Saisonfinale in heimischer Humboldt-Halle an der Bergheimer Straße gegen Wolfenbüttel unbedingt gewinnen. Dann wäre Trainerin Janina Pils mit ihren Mädels auf jeden Fall gerettet. Denn zur gleichen Zeit treffen die Phoenix Hagen Ladies, die gestern mit einem 56:54-Erfolg in Opladen überraschten, auf den Neuling TSV Krofdorf-Gleiberg. Beide Klubs haben zwar zwei Punkte mehr auf ihrem Konto als die TG, die jedoch ist in den direkten Vergleichen besser. "Wir haben es also immer noch selber in der Hand", stellt Janina Pils fest.

Das war gestern allerdings die so ziemlich einzige gute Nachricht aus dem Lager der TG-Basketballerinnen. Die mit argen Personalproblemen nach Niedersachsen gereisten Neusserinnen gerieten gegen Göttingen schon im ersten Viertel vorentscheidend mit 7:21 ins Hintretreffen. "Da haben wir das Spiel verloren", sagte Janina Pils. Als Ausrede für den schwachen Auftritt wollte die 30-Jährige weder die gesundheitlichen Probleme bei Connie James – die US-Amerikanerin war mit 18 Punkten trotzdem erneut beste Werferin der Gäste – noch die Ausfälle von Svenja Krings, Charlotte Joosten, Annika Klein und Kathrin Wischnitzki gelten lassen. "Es bringt ja nichts, darüber zu philosophieren. Es ist nun mal, wie es ist." Stattdessen nahm sie nach der vierten Niederlage in Folge das aktive Personal in die Pflicht: "Wir haben uns nicht wie eine Mannschaft präsentiert, die unbedingt gewinnen will. Es lag nicht an den Schiedsrichtern und auch nicht am Gegner – jeder sollte sich mal an die eigene Nase fassen und gucken, was er besser machen kann."

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Vor allem Göttingens körperlich ungemein starke Klaudia Grudzien konnte ganz lange fast nach Belieben aufspielen. Mit 20 Punkten und elf Rebounds stand für die 23 Jahre alte Flügelspielerin am Ende ein "Double-Double" zu Buche. Dagegen blieb Jana Heinrich bei Neuss wie schon bei der Schlappe in Köln mit mageren sieben Zählern weit unter ihren Möglichkeiten.

Für den Coach ist jedenfalls klar: "Mit dieser Leistung verlieren wir auch gegen Wolfenbüttel."

(NGZ)