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Basketball: Basketball: Jetzt gilt es für die TG Neuss

Basketball : Basketball: Jetzt gilt es für die TG Neuss

Mit der Partie morgen Abend bei den Bender Baskets Grünberg (17.30 Uhr, Sporthalle der Theo-Koch-Schule) beginnen für die TG Neuss in der 2. Basketball-Bundesliga Nord ganz entscheidende Wochen: "Wir haben jetzt vier Spiele in Folge gegen Mannschaften, die alle oben mitspielen wollen", sagt Trainerin Janina Pils.

Dass von diesen vier Teams in Quakenbrück und Mainz nur zwei Konkurrenten besser platziert sind als Neuss, spielt für Pils dabei überhaupt keine Rolle: "Die Tabellenplätze sagen im Moment noch gar nichts aus." Nach sieben Spieltagen trennen Neuss (5.) nur vier Punkte von Grünberg auf dem ersten Abstiegsrang. Darum ist für die Neusser Trainerin gerade das unmittelbar bevorstehende Match von herausragender Bedeutung: "Mit einem Sieg setzt du dich wirklich im Mittelfeld fest."

Höhere Ambitionen hat sie mit ihrer jungen Mannschaft für den Moment eh nicht. Deshalb ärgern sie Aussagen ihres Kollegen Peter Kortmann, der sich nach dem mühsamen 78:71-Sieg des von ihm trainierten Tabellenführers Chemcats Chemnitz am vergangenen Samstag in Neuss zu folgender Feststellung gemüßigt sah: "Wir beobachten seit geraumer Zeit die Tendenz, dass gegen unser Team die Grenzen der vertretbaren Härte deutlich überschritten werden. Wenn das der Spielplan der Gegner in der Zukunft sein wird, dann kann ich nur hoffen, dass die Unparteiischen dies resolut unterbinden." Dem auf der Vereinsseite der Chemcats im Internet gemachten Vorwurf, das Defensivverhalten der TG habe eher an Hand- als an Basketball erinnert, begegnet Pils mit Humor: "Das hat sich bei meinen Mädchen schon zu einem Running Gag entwickelt."

Ernst nimmt sie dagegen die Aufgabe in Grünberg. Zwar muss der im Sommer für wenige Wochen bei den Rhein Girls in Neuss tätige Trainer Philipp Sparwasser auf Hilfe aus Übersee verzichten, doch die Kooperation mit dem Erstligisten BC Marburg sowie der DBB-Leistungsstützpunkt und das Basketball-Teilzeitinternat in Grünberg sorgen für einen ständigen Zufluss talentierter Korbjägerinnen. Finja Schaake (22,5 Punkte), Laura Masek, Nicola Happel und Aline Stiller kommen regelmäßig in der 1. Bundesliga zum Einsatz. Pils: "Da Marburg schon am Samstag spielt, sind sie gegen uns dabei. Das ist Pech!" Die bislang recht bescheidenen Punktausbeute lässt Sparwasser im Übrigen kalt: "Ich mache mir wenig Sorgen. Die Saison ist noch lang und wir verfügen über genügend Talent."

Die Gäste können personell fast aus dem Vollen schöpfen. Verletzt sind nur die nicht zur festen Rotation gehörenden Nachwuchskräfte Simone Komp und Inga Krings.

(NGZ)