Basketball: Jean-Francois Loop hört bei den TG Neuss Junior Tigers auf

Basketball : Jean-Francois Loop hört bei den Junior Tigers in Neuss auf

Nach nur einer Saison an der Schorlemerstraße sucht der sympathisch Belgier eine neue Herausforderung.

Die belgische Connection ist bei den Basketballerinnen der TG Neuss jetzt komplett gerissen: Nach der schon während der Saison vollzogenen Trennung von für die Zweitliga-Frauen tätigen Antoine Braibant sagt nun auch sein Landsmann und Freund Jean-Francois Loop der Quirinusstadt ade. Am Montag nahm der Coach mit den Junior Tigers noch die vom Verein für besondere Leistungen verliehene Graf-von-Pfeil-Zinnkanne entgegen, danach teilte er Abteilungsleiterin Angela Krings freundlich, aber bestimmt mit, dass er für eine zweite Saison nicht mehr zur Verfügung stehe. Krings: „Er hat sich sehr nett von mir und der Mannschaft verabschiedet.“

Das ist dem Belgier wichtig: „Ich wollte mich wie ein Gentleman verabschieden. Wir haben im vergangenen Jahr viel Spaß miteinander gehabt.“ Und auch der Ertrag stimmte: Zum ersten Mal seit drei Jahren hatte die Turngemeinde mit ihren in der Bundesliga spielenden U18-Basketballerinnen wieder die Play-offs um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Erst dort beendete der Nachwuchs von Alba Berlin den Höhenflug von Larissa Felten & Co. „Die Saison war also erfolgreich“, stellt Loop nach seinem ersten Engagement als Trainer im Jugendbereich stolz fest. Trotzdem mochte er nicht weitermachen – zum einen aus familiären Gründen, zum anderen schlug ihm die zehrende Fahrerei von seinem in der Nähe von Lüttich gelegenen Heimatörtchen Saint-Jean-Sart (Aubel) an den Rhein zusehendes aufs Gemüt. „Ganz ehrlich, das lohnt sich einfach nicht. Aber auch wenn das eigentlich nicht mein Ding ist, würde ich so etwas auch noch mal machen, dann aber ein bisschen näher von zu Hause.“

Während Angela Krings guter Dinge ist, schon recht bald einen kompetenten Nachfolger präsentieren zu können, gibt Jean-Francois Loop seine nun ehemaligen Mädels diesen Rat mit auf den Weg. „Sie sollen weiter träumen. Und ich hoffe, dass ihre Träume wahr werden.“ Wo er seine Karriere als Trainer fortsetzen werde, sei noch offen. „Angebote sind da. Ich muss gucken, was für mich am besten passt. Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann wieder ...“

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