Basketball: Heimpremiere für Elephants Grevenbroich

Basketball : Elephants haben mit ihrer Favoritenrolle gar kein Problem

Basketball-Regionalligist aus Grevenbroich verzichtet gegen Kampf/Lintfort auf den neuen US-Profi Chris Carter.

Der Begriff Respekt spielt aktuell nicht nur in der Jugendsprache eine sehr große Rolle. Und darum reizt die selbsternannten Bewahrer guter Sitten diese Ankündigung ganz besonders: Im ersten Saisonheimspiel am Samstag (19.30 Uhr, Großsporthalle am Torfstechewerweg in Gustorf) gegen die BG Kamp-Lintfort werde, so Manager Hartmut Oehmen, Basketball-Regionalligist NEW’ Elephants auf seinen erst am Dienstag in Grevenbroich eingetroffenen US-Profi Chris Carter noch verzichten – unter anderem darum, „weil ihn eine Mannschaft, die am ersten Spieltag in Salzkotten mit 103:69 gewinnt, nicht nötig hat.“ In der Tat. Sollten die ausgesprochen heimstarken Gastgeber diese Match verlieren, wäre das nach der Gala gegen überforderte „Sälzer“, die in Dominik Wolf (16) ihren überragenden Spieler hatten, schon eine faustdicke Überraschung. Denn die Kräfteverhältnisse sind klar: Die Gäste, für die es wie im Vorjahr wohl ausschließlich um den Klassenverbleib gehen dürfte, haben in Lennart Boner, Max Middeldorf und dem jetzt in Grevenbroich tätigen Gideon Schwich drei ganz wichtige Akteure verloren. Zum Auftakt setzte es gleich eine schmerzliche 47:58-Heimschlappe gegen den Neuling Deutzer TV. In zweistellige Punkteregionen vor stieß dabei nur Michael Schmak (15), als Team kamen die Hausherren auf eine Feldwurfquote von miserablen 23 Prozent (14/61 Würfe). Zum Vergleich: Für die Elephants schafften in Salzkotten gleich fünf Spieler mehr als zehn Punkte, dazu fehlte der zwei Tage vor der Partie nach Hause geschickte Amerikaner Justin Blanks genauso wie Lennard Jördell, Gideon Schwich und Alexander Knopf.

In Grevenbroich beschäftigt sich Trainer Simon Bennett derweil damit, Chris Carter möglichst rasch ins Team zu integrieren. Was er von dem 26-Jährigen bislang  gesehen hat, gefällt ihm ausgesprochen gut: „Sein Fußarbeit ist stark, obwohl er über zwei Meter ist, bewegt er sich wie ein Guard. Ich glaube, er ist ein Typ, der bislang viel Pech gehabt hat und eine Chance braucht.“

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