Basketball : Elephants suchen Halle fürs Pokal-Finale

Weil das Domizil am Torfstecherweg in Gustorf dann durch ein Tischtennis-Turnier belegt ist, wissen die Basketballer aus Grevenbroich aktuell nicht, wo sie am 14. April die BG Dorsten zum Rückspiel im WBV-Pokal empfangen sollen.  

In der Regionalliga geht eigentlich schon seit Monaten nichts mehr für die Basketballer der NEW’ Elephants – und trotzdem kann sich Manager (und jetzt auch wieder Trainer) Hartmut Oehmen über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Die aktuellste Baustelle: das Rückspiel in der Finalserie des WBV-Pokals gegen die BG Dorsten.

Die erste Partie steigt am Freitag, den 12. April (20 Uhr) in der KIA Baumann-Arena in Dorsten. Das entscheidende Rückspiel muss, laut Reglement, am 13. oder 14. April in Grevenbroich stattfinden. Das Problem: Vom 12. bis 14. April richtet der TTC Blau-Weiß Grevenbroich in der Großsporthalle am Torfstecherweg sein 58. Grevenbroicher Frühjahrsturnier im Tischtennis aus. Damit scheidet der „Elephants Dome“, den die Basketballer mit mehr als 1000 Zuschauern zum Platzen bringen wollen, als Spielstätte aus. Da die Schlossstadt mit geeigneten Hallen genau wie der Rhein-Kreis nicht  unbedingt gesegnet ist, ist für den Moment guter Rat teuer – selbst für den als Meister der Improvisation geltenden Oehmen. Seine zarte Hoffnung: „Vielleicht können wir ja nach dem Tischtennisturnier am Sonntagabend spielen.“

Weil der Showdown im Pokal ohnehin höchste Priorität hat, bleibt der anstehende Auftritt in der Liga fast komplett unter dem Radar. Am Samstag (19.30 Uhr) sind die Elephants in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums an der Werrestraße Gast der BBG Herford. Die Ostwestfalen haben als Tabellenvierte zwei Punkte mehr auf dem Konto als die Schlossstädter und stellen damit eine echte Herausforderung für die Grevenbroicher dar. Trotzdem hat sich Oehmen mit der vor der Saison sogar als Aufstiegsanwärter gehandelten Truppe im Vorfeld nur sehr bedingt beschäftigt.

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Das wäre allerdings bitter nötig, schließlich kann sein Kollege Chris Dictapanidis auf erlesenes Personal bauen: Mit 20,5 Punkten im Schnitt Topscorer der Gastgeber ist der US-Amerikaner Samuel Cassell jr., Sohn des dreimaligen NBA-Champions Sam Cassell. Schlüsselspieler der Herforder ist aber der Litauer Vaidotas Volkus (20,0), der bei der 79:91-Niederlage in Grevenbroich schmerzlich vermisst worden war. Der Brite Elliott Sentance kommt durchschnittlich auf 15,0 Punkte, ebenfalls noch einen zweistelligen Werte weist mit 12,6 Punkten Jan Brinkmann auf.

Fachleute, um deren Stärken und Schwächen sich unter normalen Umständen auch Oehmen sehr genau kümmern würde, doch dazu kommt er im Augenblick gar nicht. Zusätzlich zum rein Sportlichen muss er in seiner Funktion als Geschäftsführer nämlich auch die Mitgliederversammlung am 29. März vorbereiten. Dort nimmt der Vorsitzende Friedrich W. Korsten nach zwei Jahrzehnten im Amt seinen Hut. Und gestern war er mit Teilen der Mannschaft im Kreispokal beim Oberligisten BG Kaarst/Büttgen im Einsatz. Kein Vergnügen, „aber immer noch besser als ein Training mit sechs, sieben Mann“, findet der 53-Jährige, der in Herford auf jeden Fall Bastian Becker schonen wird.

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