Lokalsport: Basketball: Elephants sehnen die Weihnachtspause herbei

Lokalsport: Basketball: Elephants sehnen die Weihnachtspause herbei

Der Nächste, bitte! Nach Davon Roberts (Achillessehnenriss), Dainius Zvinklys (Bänderdehnung) und Terrence Williams (gerissene Strecksehne im Daumen der linken Hand) hat es nun auch Lennard Jördell erwischt. Der Center des Basketball-Regionalligisten NEW' Elephants landete am Mittwoch im Trainingsspielchen so unglücklich auf dem Fuß seines Teamkollegen Bastian Becker, dass er mit verknackstem Knöchel nun sogar arbeitsunfähig ist. Immerhin hat der 24-Jährige seinen Humor nicht verloren. Seine Krankmeldung postete er mit der Selbstdiagnose: "Ich habe einen Elephantitis-Fuß."

Sein Einsatz morgen Abend (19.30 Uhr, KIA-Baumann-Arena an der Juliusstraße) bei der punktgleichen BG Dorsten ist indes mehr als fraglich. Trainer Hartmut Oehmen ist das Lachen inzwischen vergangenen: "Das ist einfach nur deprimierend", sagt er. "Wir sehnen wie kein anderer Klub die Weihnachtspause herbei."

An eine vernünftige Vorbereitung war folglich wiederum nicht zu denken. Oehmen: "Wir waren ohnehin nur zu acht. Und nach der Verletzung von Lenny habe ich mit Dainius Einzeltraining gemacht - er hat bestimmt 300 bis 400 Schüsse genommen." Mehr als eine Viertelstunde dürfte für den Litauer auch in Dorsten nicht drin sein. Beim lockeren 88:67-Heimsieg gegen Wulfen hatte Zvinklys in knapp zwölf Minuten 15 Punkte markiert. Ein ähnlicher Husarenstreich sollte ihm morgen Abend verwehrt bleiben, denn die BG ist von ganz anderer Qualität als der akut vom Abstieg bedrohte Stadtrivale. Ein ungemein starkes Quintett mit dem Bulgaren Lyuben Paskov, dem US-Amerikaner David Golembiowski, Faton Jetullahi, dem Litauer Lukas Kazlauskas und Wilhelm Köhler, das die Elephants im Hinspiel fast im Alleingang mit 88:83 bezwang, hat mittlerweile sogar noch Zuwachs bekommen: Für den Litauer Vytautas Kamarunas stehen nach drei Einsätzen durchschnittlich 11,7 Punkte zu Buche. Oehmen: "Dainius kennt ihn. Das ist ein kleiner Shooter, er nimmt sechs Dreier pro Spiel. Eine gute Verstärkung."

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Sein Lieblingsspieler in Dorsten ist allerdings Lyuben Paskov. Der 1,96 Meter große Flügel sei zwar keiner, den man auf Anhieb sehe, "aber genau das macht ihn so extrem gefährlich. Er zieht sein Ding durch." An Dorstens 87:68-Sieg über Ibbenbüren war der Bulgare zuletzt mit 21 Punkten beteiligt, kam dabei in etwas mehr als 26 Minuten auf eine Wurfquote von 50 Prozent (6/12), zudem nutzte er 87,5 Prozent seiner Freiwürfe (7/8).

Oehmen, der unter der Woche im Umgang mit seinem in ein Stimmungs- und Leistungsloch gefallenen Center Marvin Kruchen als Psychologe gefragt war, ist sonnenklar: "Das wird eine brutal umkämpfte und enge Partie." Aus der würde er auch deshalb nur äußerst ungern ohne Punkte gehen, "weil ich in einer Saison eigentlich nicht zweimal gegen den selben Gegner verlieren will."

(NGZ)
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