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Basketball; Elephants Grevenbroich stellen sich komplett neu auf

Basketball : Elephants stellen sich komplett neu auf

Nach dem Abstieg in die 2. Regionalliga, zuletzt vor mehr als zwei Jahrzehnten die sportliche Heimat der Elephants, hat Trainer Ken Pfüller fast bei null angefangen. Trotzdem ist der Aufstieg das erklärte Ziel der Grevenbroicher Korbjäger.      

Wenn die NEW‘ Elephants am 1. Oktober zum ersten Heimspiel der Saison gegen Rote Erde Schwelm antreten, dürfte sich selbst das Stammpublikum am Torfstecherweg in Gustorf verwundert die Augen reiben. Denn nach dem so schmerzlichen Abstieg in die 2. Regionalliga ist bei den Basketballern aus der Schlossstadt kein Stein auf dem anderen geblieben.

Im Kader von Coach Ken Pfüller, der auch nach zwei unfassbar unglücklichen Jahren von Grevenbroich noch nicht die Nase voll hat, sind gerade einmal drei Spieler aus der vergangenen Spielzeit geblieben: Marc Rass ist trotz seiner fast als Totalschaden diagnostizierten Knieverletzung schon wieder putzmunter und auch mit fast 35 Jahren eine echte Waffe. Pfüller: „Er weiß, wo er sich hinzustellen hat – und dann wirft er halt. Er hat in der Regionalliga mit 18 Pukten im Schnitt geliefert und das wird er auch in der 2. Regio tun.“ David Markert ist nach seiner Hüft-Operation ebenfalls zurück und im Aufbau ein Garant für Stabilität. Der im Vorjahr erst spät aus Schwelm gekommene Joel Lukeba hatte nur noch vier recht unauffällige Spiele für die Elephants gemacht, brennt also darauf, seine wahre Klasse zu zeigen.

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Verlassen haben die Mannschaft John Murry (ART Giants Düsseldorf/Pro A), Dzemal Selimovic (ETB Miners/Regionalliga), Alejandro Vergara, Tim Elkenhans (Trainingsspieler bei ART Giants Düsseldorf/Pro A), Thabiso Mkwanazi, Julian Mihaly, Anton Zraychenko (Umzug nach Bielefeld), Dino Berberistanin und Bastian Becker (Karrierende). Entsprechend aktiv war Pfüller darum auf dem Transfermarkt und hat Spieler an die Erft geholt, „mit denen wir aufsteigen können, die aber nächstes Jahr auch in der 1. Regio für uns spielen sollen.“

● Casey Carpinello Der 1,90 Meter große US-Guard aus Boca Raton in Florida lief zuletzt für Lazio Basket in der italienischen Serie C auf, zog sich dabei aber eine Verletzung zu. Der 25-Jährige soll sich in Grevenbroich gemeinsam mit David Markert um den Aufbau kümmern, ist aber auch als Schütze auf der zweiten Guard-Position zu gebrauchen. Pfüller hofft, den „ganz sympathischen Jungen“ aufgrund seiner italienischen Wurzeln demnächst als EU-Spieler einsetzen zu können.

Moses Kazembola Von dem in der vergangenen Saison bei den ETB Miners Essen (Regionalliga) unter Vertrag stehenden 23 Jahre alten Topathleten mit den langen Armen verspricht sich sein neuer Coach „unheimlich viel, wenn man was spielt, was sein Ding ist. Für unsere Spielweise, mit Full-court press und Fastbreaks, ist er perfekt.

Fabian Behrens Kommt aus der Oberliga (Mettmann) wohnt aber in Düsseldorf, wo er auch schon in die 1. und 2. Regionalliga hineingeschnuppert hat. Wie Moses Kazembola hat Pfüller den „sehr guten Verteidiger“ bereits in der Jugend gecoacht, weiß daher: „Er kann richtig gut werfen.“


● Din Pobric Der 1,94 Meter große Allrounder stieg mit den Giants Düsseldorf in der vergangenen Spielzeit als Vizemeister in die Pro B auf. Dabei habe der 20-Jährige, so Pfüller, indes nicht viel gespielt. Sein Vorteil: Er kann am Korb, aber auch als Distanzschütze eingesetzt werden.

 Jonas Becker Nach Simon Königs (abolviert ein Auslandssemester) der nächste Akteur des Oberligisten BG Shots Kaarst-Büttgen, der sich bei den Elephants versucht. Der nur 1,82 Meter große 24-Jährige überzeugte Pfüller in den Tryouts.

 Mateucz Konski Über die Tyouts fand auch der zuletzt bei den Deurne Pioniers in den Niederlanden beschäftigte Pole den Weg nach Grevenbroich. Der 1,90 Meter große Dreierspezialist, Jahrgang 1988, wohnt mittlerweile in Krefeld.

● Mohamed Abdiwahid Der Mann aus Somalia mit holländischem Pass wechselte vom zukünftigen Ligarivalen Südwest Baskets Wuppertal zu den Elephants. Der 26-jährige ist knapp zwei Meter groß und kann als Center oder Forward eingesetzt werden, sei aber noch ein bisschen soft, beschreibt der Coach seinen Spezi: „Daran müssen wir noch arbeiten. Aber er ist ein sehr vielseitiger und technisch guter Spieler.“

● Marc Müller Der gebürtige Grevenbroicher verbrachte die vergangegen 14 Jahre im Düsseldorfer Raum, ist für Pfüller mit seinen 2,05 Metern aber ein „ganz interessanter Spieler.“ Zurzeit bringt der Center, Jahrgang 2001, freilich noch knapp 140 Kilogramm auf die Waage. „Aber er will abnehmen“, versichert sein neuer Trainer. Gelingt ihm das, „prophezeie ich Großes“, fügt Pfüller an, „er hat Mega-Potenzial.“

● Remsly Vruutal Der kleine, aber feine Flügelspieler aus Rotterdam ist bekannt für seine aggressive Verteidigung. Der 23-Jährige ist zudem auf der Fiba 3x3-Tour aktiv.

Aleksandar Vitanov Die Importkraft aus Bulgaren trug in Italien zuletzt das Trikot des AP Monopoli (Serie C), wohnt aber jetzt in Aachen. Ein von seinem Agenten geschicktes Highlight-Video überzeugte Pfüller von den Qualitäten des athletischen 19-Jährigen.