Basketball: Elephants Grevenbroich holen Profi Jason Price als Trainer

Basketball : Elephants holen Profi Jason Price als Trainer

In der Liga geht Grevenbroich in Herford mit 65:100 unter.

Ginge es nach den NEW’ Elephants, könnte die Saison in der Basketball-Regionalliga schon seit Wochen vorbei sein. Für positive Schlagzeilen sorgen Marko Boksic, Farid Sadek & Co. nämlich nur abseits der Punktspielrunde. Auch die 65:100-Pleite (Halbzeit 47:52) der weiterhin von üblen Personalproblemen geplagten Grevenbroicher bei der BBG Herford geriet folglich fast zur Nebensache.

Denn der auf Interimsbasis ins Traineramt zurückgekehrte Manager Hartmut Oehmen wusste die höchste Niederlage seit Jahren mit einer Neuigkeit in den Hintergrund zu schieben: In Jason Price präsentierte er kurzerhand schon jetzt den Coach für die kommende Spielzeit. Der noch 40 Jahre alte US-Amerikaner ist ein alter Spezi Oehmens, gemeinsam stiegen sie mit den Krefeld Panthers vor anderthalb Jahrzehnten in die damalige 2. Bundesliga Nord auf. Price, Absolvent der erstklassigen Basketball-Universität von Iowa in Iowa City (USA), stand bis zu seiner Entlassung im November als Chefcoach bei Sparta Bartringen in Luxemburg unter Vertrag, und soll in der Schlossstadt auch dem Nachwuchsbereich professionellere Strukturen verpassen. In der Saison 2016/17 arbeitete er beim  Erstligisten Eisbären Bremerhaven als Assistenztrainer und Chris Harris (Cousin der Elephants-Legende Whitney Harris) und Sebastian Machowski.

In Herford hielten die ohne Bastian Becker, Nino Janoschek und Alexander Knopf angereisten Dickhäuter nur in der ersten Hälfte mit. Dabei gelang es ihnen sogar, einen 19:32-Rückstand (11.) in eine 47:46-Führung (19.) zu verwandelt. „Danach aber war der Akku total  leer“, stellte Oehmen fest: „Das ist die verspätete Quittung für die Spiele gegen Recklinghausen und im Pokal gegen Ibbenbüren. Der Körper der Spieler hat den Notschalter unmgekippt. Alle sind im Moment physisch und geistig am Ende.“ In Hälfte zwei gelangen den Elephants nur noch 18 Punkte. „Die machen wir normalerweise in einem unterdurchschnittlichen Viertel“, sagte Co-Trainer Simon Bennett.

Herford: Cassell (21), Gronau (8), Svinger (2), Boger (17), Sentance (10), Westerwelle, Brinkmann (14), Bunte, Volkus (25), Yanduka (3)
Grevenbroich: Parker (8), Boldt, Jördell (11), Schwich (3), Sadek (15), Bennett (7), Markert (4), Boksic (17)
Viertel: 26:17, 26:30, 28:12, 20:6

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