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Basketball: Alles neu bei den Elephants Grevenbroich zum Saisonstart

Basketball : Alles neu bei den Elephants Grevenbroich

Mit nur noch drei Spielern aus dem verkorksten Vorjahr startet der Regionalligist am Freitag in die Basketball-Saison 2020/2021.

Im abschließenden Testspiel setzten sich die Regionalliga-Basketballer der NEW’ Elephants mit 90:84 (50:41) beim Neuling und zukünftigen Liga-Rivalen TuS 59 HammStars durch. Da sich die Truppe von Trainer Ken Pfüller (kam für Jason Price) ihren Fans bislang noch nicht präsentieren konnte, lohnt ein genauerer Blick auf einen Kader, in dem es den größten Umbruch seit dem Abschied von Heimo Förster 2012 gegeben hat.

  #1 Marc Rass (33) Der ehemalige Streetball-König mit Pro-A-Erfahrung (Leverkusen) ist der älteste Akteur im Kader und kann an einem guten Tag ein Match ganz alleine entscheiden. „Unsere Aufgabe als Trainer wird es sein, eine Position für ihn zu finden, auf der er konstant abliefert“, sagt Pfüller.

#4 Andrija Blatancic (24) Der direkt vom US-College gekommene Norweger mit kroatischen Wurzeln ist sogar noch besser als ihn die Sportliche Leitung in Grevenbroich eingeschätzt hatte. Er verstärkt sein Team auf Anhieb auf den Postionen drei (kleiner Flügel) und vier (Power Forward).

#5 Max Mock (18) Bringt jede Menge Talent mit, dürfte wegen seiner Ausbildung zum Eventkaufmann in dieser Saison aber kaum zum Einsatz kommen.

#7 Thabiso Mkwanazi (21) Ein echter Glücksgriff. Der in Bonn ausgebildete Superathlet hatte erst  über eine Initiativbewerbung an die Erft gefunden. Pfüller: „Direkt nach dem ersten Training habe ich ihm gesagt, dass er bleiben kann. Bei ihm sehe ich ein riesiges Entwicklungspotenzial.“

#8 Simon Königs (25) Nach einem Jahr im WBV-Oberhaus ist der ehemalige Kaarster bereit für eine größere Rolle im Team. Ihn beschreibt der Coach so: „ein Kämpfer und ein totaler Sympath.“

#9 David Markert (26) Ist im Aufbau mit seiner Erfahrung und seinem guten Händchen aus der Distanz der ideale Backup-Spieler. Seine Variabilität schätzt Pfüller ganz besonders: „Er ist ein ganz anderer Typ als Coles – das gibt uns viele Möglichkeiten.“

#11 Moritz Krume (26) Spielte zuletzt mit den EN Baskets Schwelm in der Pro B, kennt die Liga aber aus seinen Jahren in Hagen aus dem Effeff. Ist für die harte Arbeit direkt am Korb fest gebucht, seine äußerst facettenreiche Spielweise erlaubt ihm jedoch auch produktive Ausflüge auf den Flügel.

#12 Basti Becker (31) Nach Markert und Königs dritter aus dem Kader des Vorjahres verbliebener Akteur. „Er ist das Gesicht des Grevenbroicher Basketballs“, sagt Pfüller, dem vor allem die Konstanz des ewigen Elephant imponiert. „Schlechte Spiele gibt es bei ihm eigentlich nicht. Er ist unser mentaler Leader.“

#21 Tim Elkenhans (20) Der Aachener könnte mit seiner offenen und extrem positiven Art zum neuen Publikumsliebling in der Schlossstadt werden. Seine Arbeitseinstellung  hat Pfüller vom ersten Tag an begeistert. Für ihn spricht auch die hohe Trefferquote aus der Distanz. „Und er wird immer besser“, findet sein Coach.

#22 Dzemal Selimovic (21) Der aus dem Talentstall der Bayer Giants Leverkusen stammende Center hat den ersten Kampf bereits gewonnen, trotzte er seinem Körper während der Corona-Pause doch gut 30 Kilogramm ab. Er kam in Leverkusen sogar in der Pro A zum Einsatz, sei aber „etwas kopflastig“, hat Pfüller erkannt und folgert daraus: „Wenn er das bei uns in den Griff bekommt, ist er einer der besten großen Spieler in der Liga. Gelingt ihm das nicht, haben wir ein Problem, denn eine Alternative auf seiner Position haben wir nicht.“

#24 Jonathan Coles (25) Galt in der Vorbereitung als Problemfall, weil ihm der für einen Spielmacher nötige Schneid abzugehen schien. Inzwischen ist Pfüller jedoch sehr zufrieden mit dem US-Boy, der über seine Mutter auch einen deutschen Pass besitzt: „Er entwickelt sich sehr gut, wird immer mehr zu einem dominanten Point Guard.“ Und wahrscheinlich gibt es kaum einen Akteur im Team, der mehr dafür tut, seinen Traum vom Profibasketball in Europa leben zu dürfen.

#32 John Murry (25) Ist bei seiner zweiten Chance, in Grevenbroich Fuß zu fassen (im Vorjahr blieb der US-Profi nach einem Mittelfußbruch ohne Einsatz), heiß wie Frittenfett. „Er hat den Anspruch, der Leader dieser Mannschaft zu sein“, weiß der Coach. Sein Plan: „Wir müssen ihn so weit in die Mannschaft integrieren, dass das nicht auffällt, er aber trotzdem hochprozentig scort.“

Nicht zu den Elephants zurück kehrt dagegen der in der Bundesliga schon für die  Eisbären Bremerhaven tätige Grevenbroicher Manuel Bojang (19).