Basketball 2. Liga: TG Neuss Tigers arbeiten noch an der Perfektion

Basketball : Tigers arbeiten noch an der Perfektion

Mit dem Heimspiel am Sonntag gegen die SG Weiterstadt schließt Basketball-Zweitligist TG Neuss den Reigen seiner Vorbereitungsspiele ab. Trainer John F. Bruhnke stellt seiner neuen Mannschaft ein gutes Zwischenzeugnis aus.

Mit dem letzten Testspiel am Sonntag vor heimischem Publikum gegen die SG Weiterstadt endet für den Basketball-Zweitligisten TG Neuss Tigers eine hochintensive Zeit. Wochen, in denen der neue Trainer John F. Bruhnke sein Team kennengelernt hat. Ernst wird es am 28. September, wenn es in der zweiten Runde des DBBL-Pokals zum Ligarivalen BG Hurricanes Rotenburg/Scheeßel geht. Kurz darauf, am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober), startet die Punktspielrunde mit dem Heimspiel gegen die Krofdorf Knights (Anpfiff 16 Uhr).

Bis dahin wird die Mannschaft bereit sein, daran besteht für den Coach kein Zweifel. Sein Fazit: „Wir sind auf einem guten Weg. Noch nicht perfekt, aber die Damen ziehen mit. Und zwar alle! Und das ist gut so!“ Auf den lockeren Einstieg mit dem dem 82:45-Sieg über den Regionalliga-Vizemeister Dragons Rhöndorf folgte das  „Tournoi International Alain Marchetti“ im luxemburgischen Steinsel. Auch ohne Franziska Worthmann, Leonie Prudent, Britta Worms und Ronja Spießbach, der gleich zu Beginn fünf Rippen heraussprangen (!), bewegten sich die Tigers auf Augenhöhe mit den luxemburgischen Erstligisten T71 Dudelange (74:82) und Résidence Walferdange (78:83). Nach dem abschließenden 76:70-Erfolg über Gastgeber Amicale Steinsel zog Bruhnke zufrieden Bilanz: „Das sind keine Spiele, in denen ich coache, um zu gewinnen. Ich will alle Spielerinnen sehen und Dinge ausprobieren. Auch in Sachen Teambuilding hat das Wochenende seinen Zweck erfüllt.“

Dieser gute Eindruck verfestigte sich im Testspiel am vergangenen Sonntag gegen Batuwe Basketball aus der holländischen „Eredivisie“. „Wir hätten sogar gewinnen können“, meinte der Coach nach dem 70:71. „Trotz starker Verteidigung der Holländerinnen, lagen wir vor dem letzten Viertel noch mit neun Punkten vorne.“

Jeweils 21 Punkte auf legten dabei Briana Williams und Franziska Worthmann, deren schwächere, von Verletzungen geplagte vergangene Saison möglicherweise auch das Ergebnis einer ärztlichen Fehldiagnose gewesen sei, verrät Bruhnke. Mit sorgsam getaptem Fuß und sukzessiver Belastungssteigerung könnte die inzwischen 32-Jährige bald sogar wieder an die Form der All-Star-Saison 2017/2018 anknüpfen.

 Auch der von seinem Vorgänger Antoine Braibant wenig geschätzte Energizer Ronja Spießbach blüht unter dem neuen Trainer auf. Seine Kurzbeschreibung: „Kämpferisch vorbildlich und sehr zielgerichtet – an beiden Endes des Spielfeldes.“ Immer mehr als echte Verstärkung erweist sich die aus Würzburg gekommene Marja Wucherer. Bruhnke: „Sie ist ja noch gar nicht so lange bei uns, macht aber einen guten Eindruck. Man merkt, dass sie mal U16-Nationalmannschaft gespielt hat. Mir gefällt ihr Scoring-Charakter von der Dreierlinie und ihre kämpferische Einstellung.“

Neuzugang Marja Wucherer (Nummer 3) ist erst seit kurzem dabei, überzeugte aber sofort mit einem sicheren Händchen aus der Distanz und ihren kämpferischen Qualitäte. Foto: WORO

Während das arrivierte Personal mit Jana Heinrich, Britta Worms, Lotti Ellenrieder, Inga Krings und Lisa Spießbach seinen Job macht – nur bei der beruflich eingespannten Leonie Prudent steht noch nicht fest, wohin die Reise geht –, kämpft der Nachwuchs um den Anschluss. Am weitesten sei für den Moment Jana Schnelle (16), sagt der Coach. „Sie hat sich beim Turnier in Luxemburg sehr hervorgetan.“ Ihre Zwillingsschwester Lea Schnelle hänge nach ferien- und verletzungsbedinger Pause noch ein wenig zurück und Leonie Oost sowie Lana Spießbach seien halt noch sehr jung. Aber er setzt auf die Vier, will sie mit viel Geduld fitmachen für die Herausforderungen in der 2. Damen-Bundesliga.     

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