Fußball : Banden sollen Spiel beschleunigen

Bei der zweiten Endrunde der Fußball-Kreishallenmeisterschaft in der Arena am Dormagener Höhenberg soll vieles besser werden. Insbesondere die im Vorjahr vielfach kritisierte zu große Spielfläche wird es nicht wieder geben. Dazu wurde eine mobile Bande angemietet.

Nach der Premiere im vergangenen Jahr hagelte es zwar auch einiges an Kritik, doch es herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass die Arena am Dormagener Höhenberg eine zweite Chance als Austragungsort der Endrunde der Fußball-Kreishallenmeisterschaft bekommen soll. Morgen ist es soweit, dann wollen der Fußballkreis und der VdS Nievenheim als Ausrichter zeigen, dass sie aus den Fehlern gelernt haben.

Die wurden im vergangenen Jahr hauptsächlich bei der Gestaltung der Spielfläche gemacht. Seitlich gab es nur Begrenzungen durch die nicht ausgefahrenen Tribünen, so dass ein viel zu großes Feld entstand. In der Folge wurde das Spiel trotz der Aufstockung auf fünf Feldspieler viel zu oft in die Breite gezogen und dadurch verlangsamt, schnelle Kombinationen gerieten zur Seltenheit. Unterstützt wurde diese Entwicklung auch noch dadurch, dass die zweckentfremdeten Werbebanden neben den Tore durch Gummimatten geschützt werden mussten, die den Ball eher abbremsten, als ihn schnell wieder aufs Feld zurückspringen zu lassen. Die ebenfalls durch Matten notdürftig zugestellten Zugänge zwischen den Tribünen verstärkten noch den Eindruck des Provisoriums. Damit dieser Eindruck nicht wieder entsteht, hat sich Kreisfußballobmann Herbert Schumacher dieses Mal rechtzeitig um eine mobile Bande gekümmert, die auch häufig bei Veranstaltungen des Fußballverbandes Niederrhein zum Einsatz kommt. "Das ist eine 100-prozentige Verbesserung", ist sich Schumacher sicher. Die hat sich der Kreisverband auch etwas kosten lassen, mit rund 900 Euro schlägt die Maßnahme zu Buche.

Klar, dass sich der Fußballkreis und der VdS Nievenheim durch die Aussicht auf attraktiveren Sport auch einen Anstieg der Zuschauerzahlen erhoffen. Denn auch die blieben trotz der unbestritten publikumsfreundlichen Gegebenheiten in der Arena mit über den Tag verteilt rund 800 Menschen deutlich unter den Erwartungen. "Auf über 1000 Zuschauer hoffen wir schon", sagt VdS-Geschaftsführer Rainer Kottirre. Herbert Schumacher ist sich sicher, dass genug Werbung bei den Vereinen gemacht wurde. Außerdem geht er davon aus, dass die frostige Witterung und die damit einhergehenden Platzsperren in vielen Städten für gesteigerten Zuspruch sorgen werden.

Das Organisationsteam der Nievenheimer will mit unterschiedlichen Maßnahmen für eine angenehme Atmosphäre sorgen und damit möglichst große Teile der "Fußballfamilie" aus dem Kreis anlocken. Zum Beispiel stellt der VdS eine Tombola mit attraktiven Preisen auf die Beine, darüber hinaus versorgt der Ausrichter die Gäste mit Speisen, während Hallenwirt Uli Jung den Getränkeausschank übernimmt. Kottirre: "Die Halle ist perfekt für die Veranstaltung. Und wir würden uns freuen, wenn wir etwas dazu beitragen könnten, dass sie sich dort etabliert."

(NGZ)