Mitgliederversammlung des SSV in Korschenbroich: Baldur H. Wenger als Vorsitzender bestätigt

Mitgliederversammlung des SSV in Korschenbroich: Baldur H. Wenger als Vorsitzender bestätigt

Korschenbroich. Wer rastet, der rostet. Eine Binsenweisheit, die nicht nur, aber gerade im Sport Gültigkeit besitzt. Weil man das beim Sportverband Korschenbroich längst weiß, ist man auch im neuen Jahrtausend frisch ans Werk gegangen. "Sport 2000" heißt das griffige Motto.

Korschenbroich. Wer rastet, der rostet. Eine Binsenweisheit, die nicht nur, aber gerade im Sport Gültigkeit besitzt. Weil man das beim Sportverband Korschenbroich längst weiß, ist man auch im neuen Jahrtausend frisch ans Werk gegangen. "Sport 2000" heißt das griffige Motto.

Keine Worthülse, sondern ein tragfähiges Konzept, das der städtische Beigeordnete Rudolf Graaff anlässlich der Mitgliederversammlung des SSV vorstellte. Seine erste Säule sind die gesetzlichen Bestimmungen - die Richtlinien zur Förderung des Schul-, Vereins- und Leistungssports in der Stadt Korschenbroich. Säule Nummer zwei ist der konkrete Bedarf: "1990", erläuterte Graaff, "waren 10.318 Korschenbroicher Bürger Mitglied in einem Sportverein."

Mittlerweile sind es rund 13.000, von denen in 37 Vereinen 12.134 durch den Stadtsportverband betreut werden. Bei einer Einwohnerzahl von 33.315 entspricht das einem Organisationsgrad von 38 Prozent (1990: 35 Prozent). Ein Spitzenwert - bundesweit kommt man nur auf 27 Prozent. "Zählt man noch die unorganisierten Sportler dazu, kommt man in Korschenbroich sogar auf 60 Prozent", hat Graaff errechnet.

Stets im Auge müsse man zudem die gesellschaftliche Entwicklung haben - die dritte Säule: So sei zum einen ein starker Anstieg der statistischen Freizeit zu erkennen, zum anderen seien bereits heute 22 Prozent der Bundesbürger über 60 Jahre. Graaff: "2010 werden es 26 Prozent sein, 2020 vielleicht 30." Die Arbeit der für den Sport Tätigen unterliege daher künftig folgenden Grundsätzen.

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"Sport ist eine politische Pflichtaufgabe - er bleibt Jugend- und Sozialpolitik." Daraus folgert Graaff: "Sportförderung darf nicht gekürzt werden, auch nicht bei schlechter Haushaltslage." Trotzdem sei Sparsamkeit natürlich erste Pflicht. Und weiter: "Wir müssen dem veränderten Freizeitverhalten Rechnung tragen. Alle städtischen Sportstätten müssen zu Trainings- und Punktspielen kostenfrei zur Verfügung stehen.

Der Bedarf an Sportanlagen muss im Sportstättenentwicklungsplan an die Bevölkerungszahl angepasst werden." Und schließlich: "Die Rolle unseres Sportamtes muss erhalten bleiben." Als konkrete Projekte stellte er unter anderem vor: Die Errichtung eines Trainingsplatzes in Neersbroich, eine Kunststofflaufbahn für die Leichtathleten im Korschenbroicher Waldstadion und den Jugend- und Aufenthaltsraum des VfB Korschenbroich.

Nachdem Michaele Messmann zum "Aktionstag Breitensport für Mädchen und Frauen" am 2. September referierte - geplant sind Workshops zum Mitmachen (zum Beispiel Bauchtanz, Aerobic; dazu haben Sportvereine die Möglichkeit, Infostände einzurichten) - und die stellvertretende Geschäftsführerin Ute Neumann in ihrem Geschäftsbericht den trotz Mahnung säumigen Beitragszahlern ins Gewissen geredet hatte, ging's an die Wahlen: Im Amt bestätigt wurde der Vorsitzende Baldur H. Wenger.

Die Nachfolge des zum 31..Dezember aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Geschäftsführers Ralf Heitmann tritt Hans-Peter Walther an, Beisitzer bleiben Karl-Heinz Humpesch und Heinz Schnelle. Die ebenfalls vorgenommene Wiederwahl von Kassenwartin Marlies Esser musste dagegen flugs annuliert werden, da sie nicht auf der verabschiedeten Tagesordnung angekündigt war. Kein Problem, stellte Wenger jedoch erleichtert fest, "die Wahl stand ja eh erst im nächsten Jahr an". Nobody is perfect. Dirk Sitterle

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