Jüchen : Bad: Umbau verzögert sich

Seit dem 23. Dezember ist das Hallenbad geschlossen, seitdem wird saniert. Doch die Verwaltung hatte unerwartet Schwierigkeiten, alle Gewerke zu vergeben. Der Bauzeitplan ist aktuell um zwei Wochen überschritten.

Seit der letzten Woche des Jahres 2010 wird das Bad an der Stadionstraße saniert – ein Termin, der für die Gemeindeverwaltung wichtig war. Hätte sie ihn nicht gehalten, wäre das teuer geworden: 900 000 aus dem Konjunkturpaket II wären verfallen. Das Projekt leidet unter zwei Faktoren: dem langen Winter und der unerwartet langen Suche nach einer Abbruchfirma. "Wir liegen zwei Wochen hinter dem Zeitplan", sagt Technischer Dezernent Oswald Duda. Für ein Objekt dieser Größenordnung normal: "Ich rechne damit, dass wir die Zeit wieder aufholen", so Duda. "Wenn es keine Überraschungen gibt."

Für rund eine Million Euro baut die Gemeinde zurzeit die Schwimmstätte an der Stadionstraße um. Dazu nutzt sie die finanzielle Unterstützung des Bundes aus dem Konjunkturpaket-II-Topf und wird selbst rund 100 000 Euro investieren. Das Problem: Es gibt keinen Spielraum für Jüchen als Nothaushaltskommune. Sollten einzelne Arbeiten bei der Ausführung teurer als geplant werden, müssen andere Gewerke unter Umständen verschoben werden.

Was eine Überraschung war: Einzelne Aufträge konnten nicht so schnell vergeben werden wie geplant, während für andere sechs bis sieben Bewerber vorhanden waren. "Für die Abbrucharbeiten mussten wir die Aufträge zweimal ausschreiben. Jetzt haben wir eine Firma aus Greifswald gefunden", erklärt der Technische Dezernent. Ein Grund für die lange Suche: Viele Städte und Gemeinden mussten – wie Jüchen – zum Ende des Jahres noch ihre Sanierungen aus dem Konjunkturpaket II beginnen.

Keine Abbruchfirma gefunden

Wie die Gemeinde sich zunächst geholfen hat: mit Arbeitern aus dem Bauhof. "Sie haben einen deutlich höheren Teil der Leistung erbracht als geplant", erläutert Duda. Auch der lange Schnee-Winter hat den Umbau verzögert: Durch die Schneemassen musste die Dachsanierung später begonnen werden. "Jetzt sind diese Arbeiten abschlossen. Nun kann größtenteils unabhängig von der Witterung weiter gemacht werden", sagt der Dezernent.

Der aktuelle Stand der Umbauarbeiten: Der Dachdecker ist fertig. Im Innern ist die Schwimmstätte vollständig entkernt worden: Schränke, Trennwände, Umkleiden und das Solarium sind weg. In der kommenden Woche sollen die Abbrucharbeiten begonnen werden. Anschließend werden die Elektriker ihren Job beginnen, gefolgt von den Fachleuten für Heizung und Sanitär. Im September soll das Hallenbad für die Schwimmer wieder offen stehen. Der TV Jüchen nutzt zurzeit andere Bäder.

(NGZ)