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Korschenbroich: Ausstellung zeigt Brauerei-Geschichte

Korschenbroich : Ausstellung zeigt Brauerei-Geschichte

Wie schmeckt eigentlich Heimat? Diese und andere Fragen rund ums Bier will Museumsleiterin Nina Otten am Sonntag im Kulturbahnhof beantworten. Dann wird die Ausstellung "Zum Wohl! Altbier-Brauereien in Korschenbroich" eröffnet.

Das Altbier ist für Korschenbroichs Bürger mehr als nur ein süffiges Getränk. Über Jahrhunderte hinweg verbindet das Bierbrauen die Bürger mit ihrem Heimatort. Und auch heute noch stehen mit Hannen und Bolten zwei namhafte Marken für Korschenbroichs typische obergärige Altbiersorten. Die bewegte Geschichte beider Brauereien hat Museumsleiterin Nina Otten im Kulturbahnhof zusammengetragen.

Historische Fotos mit Brauerei-Szenen und Pferdewagen, schwere Seidel aus Keramik, ausgefallene Motivgläser sowie alte und neue Bügelflaschen erzählen Heimatgeschichte. Zudem erinnert eine riesige Luftaufnahme an die frühere Hannen-Brauerei, die mitten im historischen Ortskern über Jahrzehnte hinweg als größter Arbeitgeber galt und auf eine 275 Jahre alte Brautradition zurückblickt. Die älteste Altbier-Brauerei der Welt braut bis heute noch in Korschenbroich ihr Bier. Die Geschichte von Bolten beginnt bereits im Jahre 1266 auf dem Kraushof, der bis heute Sitz des Unternehmens in Neersbroich ist.

"Ich möchte den Korschenbroichern mit der Ausstellung rund ums Bier die Geschichte aber auch die Gegenwart von Braukunst und Altbiergenuss näherbringen", verspricht Nina Otten den Besuchern. Am Sonntag, 23. Juni, wird sie die Ausstellung um 11 Uhr gemeinsam mit Bürgermeister Heinz Josef Dick im Kulturbahnhof eröffnen. Und was jetzt schon feststeht: Erstmals wird zum Empfang statt Sekt Altbier aus Korschenbroich gereicht. In weiteren 30 Museen und Archiven in der Region und in Teilen Nord-Limburgs wird das Thema Bier bis zum 1. September mit unterschiedlichen Schwerpunkten thematisiert.

"Wir sind als Stadt Mitglied im Kultur-Netzwerk Rhein-Maas. Da freut es mich besonders, dass wir uns durch die Mitgliedschaft an dieser Verbundausstellung beteiligen können", sagt Michaele Messmann. Die städtische Kulturamtsleiterin stand dann auch Nina Otten bei den Vorbereitungen tatkräftig zur Seite.

Bereits im Vorjahr feierte der Verbund mit der gemeinsamen Ausstellung "Niederrheinische Familiengeschichte" erfolgreich Premiere. Dieses Mal möchte die ehrenamtlich tätige Museumsleiterin Nina Otten, die sich in den zurückliegenden Wochen zu einer wahren Bier-Expertin entwickelt hat, ein breites Publikum ansprechen: "Ich möchte mindestens 2000 Besucher in den Kulturbahnhof holen." Insgeheim hat sie allerdings die Rekordmarke von 5000 fest im Blick. Neben den sonntägigen Öffnungszeiten von 14 bis 17 Uhr und Sonderführungen für Vereine und Schulklassen will sich Nina Otten mit Zusatzveranstaltungen ihrem Ziel nähern. Für den 14. August plant sie für Jungen und Mädchen eine Bierdeckel-Olympiade. Am 21. August heißt es: "Wir lassen's krachen." Dann werden Kinder aus Kronkorken Instrumente basteln und ein Mini-Konzert einstudieren. Kronkorken zum Basteln werden daher ab Sonntag im Kulturbahnhof gesammelt.

(NGZ/ac)