Hockey : Aussetzer bringen Neuss um den Lohn

Wenn in einem Heimspiel drei Tore nicht wenigstens zu einem Punkt reichen, hat das nicht nur mit Pech, sondern auch viel mit Unvermögen zu tun. Und darum war Simon Starck nach der 3:4-Pleite (Halbzeit 2:3) des von ihm trainierten Hockey-Bundesligisten HTC SW Neuss gegen den Mannheimer HC nicht nur mit dem Ergebnis unzufrieden. Aufs Gemüt schlugen ihm vor allem die Aussetzer, mit der sich seine Mädels um den Lohn aller Mühen brachten. "Ich dache, diese Phase hätten wir überwunden", kritisierte er.

So geriet Schwarz-Weiß nach einem Treffer von Greta Lyer schon in der vierten Minute in Rückstand. Dass Neuss durch Kim Kövel (11.) und Daniela Guckuk (13.) umgehend zurückschlug, zeigte Starck, "dass wir mit dieser Mannschaft auf jeden Fall wettbewerbsfähig sind".

In der Folge aber verloren die Gastgeberinnen jegliche Ordnung. "Wir haben keine Struktur", bemängelte Leitwölfin Luisa Steindor noch während des Spiels. Prompt gelang Hannah Gablac der Ausgleich (27.). Und noch vor dem Seitenwechsel ging der nun druckvoll agierende MHC abermals in Führung. Allerdings bezeichnete selbst Gästetrainer Aditya Pasarakonda den von Schiedsrichter Ronald Kuhn nach einer Attacke von HTC-Torhüterin Neela Holthausen verhängten Siebenmeter als unberechtigt. Maxi Pohl war das egal, sie netzte zwei Sekunden vor Ende der ersten Hälfte eiskalt ein.

Mannheim blieb dran, und nach Lydia Haases Tor zum 4:2 (42.) schien Neuss schon geschlagen. Doch in einem wilden Spiel kam der HTC noch einmal heran. Nach einem der wenigen wirklich gelungenen Angriffe traf Katharina Kreiner zum 3:4 (47.). Die Wende aber verpasste Schwarz-Weiß. Das indes lag wohl auch an den gesundheitlichen Defiziten der Leistungsträger. Trotz starker Erkältung mussten Charlotte Steins und Malou Holthausen durchspielen – sie konnten dem Team darum ebenso wenig Halt geben wie Luisa Steindor.

(NGZ)