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Gut besuchter Renntag auf der Galopprennbahn: Außenseitersieg der Stute Corda

Gut besuchter Renntag auf der Galopprennbahn : Außenseitersieg der Stute Corda

Die Parkplätze waren gut gefüllt, der Weihnachtsrenntag gestern vor knapp 5000 Zuschauern auf der Allwetter-Galopprennbahn am Neusser Hessentor brachte den Wettern allerdings eine extreme Überraschung durch den Sieg der 853:10-Außenseiterin Corda aus dem Stall der Trainerin Maria Weber aus Pulheim, die damit ihr erstes Rennen überhaupt gewann. Trotz dieses Außenseitersieges wurde die TOP 6-Wette zweimal getroffen - beide Gewinner kassieren jetzt steuerfreie 70.798 Mark. Siegten gestern Mittag im ersten Rennen des Weihnachts-Renntages auf der Neusser Galopprennbahn: Anchorale mit Norman Richter. NGZ-Fotos (3): H. Jazyk -->

Die Parkplätze waren gut gefüllt, der Weihnachtsrenntag gestern vor knapp 5000 Zuschauern auf der Allwetter-Galopprennbahn am Neusser Hessentor brachte den Wettern allerdings eine extreme Überraschung durch den Sieg der 853:10-Außenseiterin Corda aus dem Stall der Trainerin Maria Weber aus Pulheim, die damit ihr erstes Rennen überhaupt gewann. Trotz dieses Außenseitersieges wurde die TOP 6-Wette zweimal getroffen - beide Gewinner kassieren jetzt steuerfreie 70.798 Mark. Siegten gestern Mittag im ersten Rennen des Weihnachts-Renntages auf der Neusser Galopprennbahn: Anchorale mit Norman Richter. NGZ-Fotos (3): H. Jazyk -->

Der Wettumsatz von 919.187,50 Mark (davon 71,30 Prozent nicht direkt auf der Bahn) war am Ende akzeptabel. Mehr war nicht zu erwarten. Turbulent ging es gleich im ersten Rennen los: Zwei Boxen der Startmaschine öffneten sich von allein und verletzten dabei einen Starthelfer. Eine in der Klinik genähte Platzwunde, ein Brummschädel und eine Oberschenkelprellung blieben zurück, gegen Ende des Renntages war der Mann aber wieder auf der Bahn.

Das technische Problem führte dazu, dass einige der folgenden Rennen nicht mit der Maschine, sondern von Ralf Steinmetz mit der herkömmlichen roten Flagge gestartet werden mussten. Gegen Ende funktionierte das Gerät wieder, die beiden kritischen Boxen wurden einfach nicht mehr benutzt.

Im Kampf um das begehrte Trainerchampionat stellte Andreas Schütz gestern endgültig die Weichen auf Sieg. Er punktete zweimal mit Evening Storm unter Norman Richter und dem heißen Favoriten Samosch, auf dem Gattin Elke auch noch den Rückstand zur führenden Daniela Schulz im Kampf um die Meisterschaft der Amateur-Reiterinnen um einen Punkt verkürzte. Samosch wird am Silvester-Renntag noch einmal antreten.

Vier Punkte aber beträgt jetzt der Schütz-Vorsprung vor Mario Hofer (Krefeld), für den Pardus zwar auch ein Rennen gewann, für den Championatskampf kam das aber wohl zu spät. Pardus begann seine Saison über 2800 Meter, gestern gewann er über 1500 Meter. Es gilt eben auch im Turf der bewährte Spruch: "Ein Tag, an dem man nichts lernt, ist ein verlorener Tag". Weil Pardus meist dann gewinnt, wenn die Besitzer nicht anwesend sind, blieb die Familie um den Verbands-Pressechef Peter Brauer der Veranstaltung kollektiv fern und erlebte den Sieg am heimatlichen Bildschirm im Waldhaus von Rösrath.

Für Mario Hofer ging der Traum vom Championat eigentlich schon im zweiten Rennen zu Ende, als der sichtlich über den Formhöhepunkt hinweg laufende Aljaarif aus dem Rennstall des Galopp-Clubs Deutschland gegen Evening Storm nach einem sehr besonnenen Ritt von Norman Richter mit einem Hals verlor. Der "Hammer des Tages" war aber der Sieg der 853:10-Außenseiterin Corda im dritten Rennen mit Jiri Palik. Bei ihren letzten Starts war die aus Österreich importierte Stute stets Allerletzte geworden.

Ihre Trainerin Maria Weber: "Beim letzten Start hatte sie einen ganz ungünstigen Rennverlauf". Jetzt ging es (mit dem Flaggenstart) vom Start bis ins Ziel zum Sieg. Die Besitzerin hat erst im September ihre Prüfung bestanden und betreut acht Pferde auf einem Hof in Pulheim. Und ein bisschen gewettet hat sie auch noch - insgesamt waren 62,50 Mark auf den Erfolg des scheinbar chancenlosen Pferdes gesetzt worden. Trotzdem ist die TOP6-Wette dann zweimal getroffen worden - die Hoffnung auf einen noch höheren Jackpot für den letzten Renntag des Jahres blieben unerfüllt.

Ansonsten waren Favoritensiege an der Tagesordnung. Der 14:10-Kandidat Upper King erfüllte im Tucher-Cup ebenso die Hoffnungen wie Samosch (22:10), der Platini-Sohn Romanov (15:10) und zum Schluss Liotard mit Katharina-Daniela Werning aus Dortmund für 24:10. Romanov aus dem Steinmetz-Stall mit Cesare Tessarin war der einzige Neusser Treffer an diesem Tag. Klaus Göntzsche