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Korschenbroich: Ausschuss stellt Weichen für den umstrittenen Altenheimbau

Korschenbroich : Ausschuss stellt Weichen für den umstrittenen Altenheimbau

Der Bebauungsplan für das Großprojekt an der Friedrich-Ebert-Straße in Korschenbroich steht. Jetzt muss nur noch der Stadtrat beschließen.

Der Bebauungsplan für die an der Friedrich-Ebert-Straße vorgesehene Senioreneinrichtung steht. Die bislang vorgetragene Kritik, zwischen der Landesstraße 381 und der Bahnlinie, ein Seniorenpflegeheim kombiniert mit Betreutem Wohnen, zu errichten, verhallte gestern Abend wieder im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege. Bei der erneuten Offenlegung der Planunterlagen im Monat Dezember hatten sich der Landesbetrieb Straßen NRW und der Rhein-Kreis Neuss zu Wort gemeldet. Zudem hatten sich Friedel Herten, Gerd Sack und die Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei für die Daners Vermögensverwaltung GmbH und Co. KG mit unterschiedlichen Bedenken an die Stadt gewandt. Konflikte mit benachbartem Gewerbe wurden dabei ebenso angeführt wie die Gesamtlärmbelastung durch den Auto- und Schienenverkehr. Der Ausschuss folgte dem Fachamt gestern bei der Aufstellung der Satzung für den Bebauungsplan "Senioreneinrichtung Am Bahnhof". Er konnte keine nutzbringenden Anregungen und keine gerechtfertigte Kritik in den Stellungnahmen erkennen. Damit der Bebauungsplan seine Gültigkeit erlangt, muss noch der Stadtrat am 19. Februar sein Okay geben.

Was passiert bei einer möglichen Insolvenz des künftigen Betreibers? Diese Frage wollte Reinhard Beumers, Sprecher der Initiative "Nein zum Heim", vor der Sitzung beantwortet wissen. "Wir müssen die Einmalkosten übernehmen, um im schlimmsten Fall einen Menschen in einer anderen Einrichtung unterzubringen", erklärte Albert Richter. Und mit Blick auf die geplanten Seniorenwohnungen erklärte der SPD-Mann weiter: "Die befinden sich schließlich in Privateigentum – also kein Fall für die Stadt."

Eine mögliche Insolvenz schloss auch Andreas Heidemann (CDU) bei einem Investor und privatem Betreiber grundsätzlich nicht aus: "Wenn wir das wollen, müssten wir grundsätzlich private Träger für diese Einrichtungen ausschließen."

(NGZ)