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Umwidmung abgelehnt: Ausschuss hält an Kreisstraße 4 fest

Umwidmung abgelehnt : Ausschuss hält an Kreisstraße 4 fest

Vor gut vier Monaten stellten Anlieger der Kreisstraße 4 - sie heißt auf Glehner Seite Joenstraße und auf Kleinenbroicher Seite Glehner Straße - den Antrag, die Kreisstraße 4 für den Fahrzeugverkehr, ausgenommen landwirtschaftlicher Verkehr und Fahrrad-Verkehr, zu sperren und die beiden Straßen als "Anlieger-Straßen" zu deklarieren.

Mit dieser Maßnahme, so die Antragsteller, könnten Kosten für den geplanten Fahrradweg zwischen Glehn und Kleinenbroich eingespart werden. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses folgten die Fraktionen einstimmig dem Verwaltungsvorschlag, es beim Bestand der Kreisstraße 4 zu belassen. Aus Sicht der Verwaltung und des Fachausschusses erfüllt die Kreisstraße eine Transport- und Verbindungsfunktion zwischen beiden Stadtteilen.

"Neben den genannten praktischen und kostenmäßigen Auswirkungen einer Sperrung", so der Technische Beigeordneter Reinhard Franken, "sind auch rechtliche Sachverhalte zu beachten." Dies wäre in erster Linie die Herabstufung der Kreisstraße zur Gemeindestraße. Das wiederum würde bedeuten, die Straßenbaulast und die damit verbundene verkehrssichere Unterhaltung der Straße würde vom Kreis Neuss (jetziger Baulastträger) auf die Stadt Korschenbroich übergehen.

Dem fügte Ratsmitglied Peter Esser (CDU) hinzu, dass bei einer Sperrung der Kreisstraße auch die bestehenden Buslinien 034 und 096, die beide über die Kreisstraße geführt würden, umgeleitet werden müssten. Dies würde nicht nur zu Verzögerungen im Fahrplan führen, zu zeitlichen Auswirkungen an der Schule und der Kleinenbroicher S-Bahnstation, sondern auch zu Mehrkosten. Denn die durch die Umleitung gefahrenen Mehrkilometer verursachten Kosten und gingen dann zu Lasten der Stadt Korschenbroich. Der einstimmige Beschluss bestätigte: Die Kreisstraße 4 zwischen Glehn und Kleinenbroich bleibt der Stadt Korschenbroich erhalten. pm