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Hockey: Auftaktpleite für HTC gegen Rot-Weiss Köln

Hockey : Auftaktpleite für HTC gegen Rot-Weiss Köln

Bis zur 40. Minute bot Hockey-Bundesligist Schwarz-Weiß Neuss dem Deutschen Meister die Stirn, am Ende verlor er aber deutlich mit 6:14.

Die Überraschung blieb aus, und das lag gestern Abend ganz sicher nicht an einem übermächtigen Deutschen Meister RW Köln. Dass es für den HTC SW Neuss zum Auftakt der Hockey-Bundesliga eine zu deutliche 6:14-Niederlage (Halbzeit 3:5) setzte, hatten sich die Gastgeber selber zuzuschreiben. "Ich bin ein bisschen frustriert, weil einige unter Form gespielt haben", sagte Trainer Andreas Bauch.

Sicher, einen Sieg gegen die mit den Olympiasiegern Max Weinhold (Tor), Christopher Zeller, Jan-Marco Montag und Benjamin Weß angetretenen Domstädter zu erwarten, wäre vermessen gewesen, doch unschlagbar waren die Gäste nicht. Bauch: "Die müssen sich auch erst finden." Der von Philipp Weide eingesetzte Lukas Teepe hatte Neuss nach nur 50 Sekunden sogar in Führung geschossen. Doch keine 20 Sekunden später gelang Zeller der Ausgleich. Und genau dieses Nachlässigkeiten im Spiel seiner Schützlinge ärgerten Bauch. "Wir haben uns nicht clever genug angestellt", monierte er ungehalten. Trotzdem blieben die Hausherren lange im Spiel: Weide beantwortete Tore von Marco Miltkau (Ecke) und Christoph Menke mit dem 2:3, Sebastian Draguhn (Ecke) setzte dem Doppelschlag von Daniel Montag das 3:5 entgegen. In Überzahl – Miltkau saß nach einer mit der Gelben Karte bestraften Attacke gegen Weide für fünf Minuten auf der Bank – brachte Ivo Otto die Schwarz-Weißen in der 40. Minute noch einmal auf 4:6 heran. Dann aber verlor der Auftritt des Außenseiters deutlich an Struktur. Köln, athletisch und stocktechnisch ohnehin überlegen, nutzte die nachlassende Konzentration des Kontrahenten gnadenlos aus, zog durch Treffer von Miltkau (2), Leon Willemsen und Menke bis zur 50. Minute vorentscheidend auf 10:4 davon. "In der Phase haben wir viele Kleinigkeiten falsch gemacht, und das ist dann halt entscheidend", haderte Bauch. Mehr als Ergebniskosmetik betrieben Draguhn (5:10) und Teepe (6:13) in der Folge nicht mehr.

Dass der Kölner Florentin von Schmidt-Pauli bei schon abgelaufener Spielzeit noch eine Strafecke zum 14:6-Endstand im von Martin Wagner gehüteten Gehäuse unterbringen durfte, verdarb Bauch endgültig den Abend. "Dieser Gegentreffer war bezeichnend." Bereits heute Abend müssen die Neusser wieder ran. Dann geht es zum heimstarken Aufsteiger Gladbacher HTC (Spielbeginn 18 Uhr).

(NGZ)