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Fußball: Aufstieg ist kein Thema, aber auch nicht verboten

Fußball : Aufstieg ist kein Thema, aber auch nicht verboten

Im Verfolgerduell der Fußball-Landesliga tritt der VdS Nievenheim heute Abend (19.30 Uhr) beim Tabellenzweiten SC Düsseldorf-West an.

Wer als Tabellendritter acht Spieltage vor Saisonschluss Mitglied des Spitzentrios ist, muss sich zwangsläufig mit dem Thema Aufstieg beschäftigen. Das ist bei den Fußballern des Landesligisten VdS Nievenheim, der heute Abend im Verfolgerduell beim Zweiten SC Düsseldorf-West antritt (19.30 Uhr, Anlage an der Schorlemerstraße in Oberkassel) nicht anders. Trotzdem beharrt Trainer Marko Niestroj darauf: "Natürlich reden wir darüber, aber der Aufstieg ist kein Thema."

Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Geschäftsführer Rainer Kottirre, der fürs Erste diese Nachricht an den Mann bringen will: "Weil wir eine ganze starke Saison spielen, machen wir mit Marko Niestroj und seinem Co-Trainer Marc Schüttler weiter. Wie sie arbeiten, ist einfach klasse!" Erst danach widmet er sich der aktuellen Lage, und stellt klar: "Wir fühlen uns sauwohl in der Landesliga, sogar der Kader für das nächste Jahr steht schon." Ein möglicher Aufstieg in die Oberliga Niederrhein als Stimmungskiller? So sei das nicht gemeint, versichert Kottirre umgehend. "Es wäre ja irre, wenn wir der Mannschaft das Gewinnen verbieten würden. Wenn ich irgendwann mal einer Mannschaft sagen muss, sie dürfe nicht aufsteigen, höre ich sofort auf. Aber jedem muss auch klar sein, dass es selbst dann nicht mehr Geld zu verteilen gebe als vorher." Niestroj verurteilt das Gerede von der Oberliga sogar als Tagträumerei. "Wir verschließen nicht die Augen vor der Realität. Wir gehen mit dem nötigen Ernst, aber ohne Druck an die Sache ran - und dann gucken wir einfach mal, was passiert. Ich erwarte einen heißen Dreikampf bis zum Schluss."

Dass der SC-West (2:3 in Ronsdorf) am vergangenen Wochenende ebenso schwächelte wie Spitzenreiter Cronenberg (0:3 beim Kellerkind Wuppertaler SV II), ficht den Nievenheimer Coach nicht sonderlich an. "Die ganze Mannschaft ist einfach stark", sagt er. Trotzdem pickt er in Robert Niestroj, Nils Dames und dem in dieser Saison bereits 25 Mal erfolgreichen Goalgetter Simon Deuß drei Akteure heraus: "Das sind richtige Kaliber!" Besonders hoch im Kurs steht bei SC-Trainer Marcus John offensichtlich ehemaliges Personal des Oberligisten SC Kapellen. Denn nicht nur sein "Co" Lars Schuchardt, sondern auch Robert Niestroj, Thivaskar Pharathithasan und Berkant Jumerovski waren früher im Erftstadion am Ball.

Bedeutend wohler wäre Marko Niestroj darum, er könnte in Oberkassel seine Bestformation aufs Feld beordern. Das jedoch ist nicht möglich: Der zuverlässige Stephan Volk muss mit Oberschenkelproblemen passen, vielleicht gleich bis zum Saisonende verletzt raus sind die beiden Salvatore Franciamores. "Meine Kreativabteilung", klagt der Trainer. Von Vorteil ist allerdings, dass Kevin Buttchereit und Tim Rohde wieder zur Verfügung stehen. Ob sie schon wieder von Anfang an auflaufen, ließ Niestroj offen.

(NGZ)