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Hockey: Aufsteiger zahlt zum Auftakt Lehrgeld

Hockey : Aufsteiger zahlt zum Auftakt Lehrgeld

Null Punkte und 3:9 Tore – so lautet die Auftaktbilanz Auftakt zur Hockey-Bundesliga der Herren aus Sicht des HTC Schwarz-Weiß Neuss. Doch während Trainer Andreas Bauch mit dem ersten Auftritt nach dem Wiederaufstieg ins Oberhaus am Samstag in Krefeld angesichts einer 2:5-Niederlage (Halbzeit 1:3) noch total unzufrieden war, sah das gestern bereits etwas anders aus: "Wir haben uns hier ordentlich präsentiert und sind auf einem guten Weg", meinte Bauch nach der 1:4-Niederlage (Halbzeit 1:2) beim neuen Tabellenführer Harvestehuder THC, der am Tag zuvor den Düsseldorfer HC mit 9:1 abgefertigt hatte.

Ähnlich sah es Christoph Bechmann, der den frisch vermählten Hamburger Trainer Christian Blunck an der Seitenlinie vertrat: "Wir freuen uns natürlich über diesen Saisonstart, Neuss hatte aber auch Chancen für zwei oder drei mehr Tore." Gelegenheit dazu besaßen die Gäste vor allem im Anschluss an ihre sieben Strafecken, von denen jedoch nur eine den Weg ins Hamburger Gehäuse fand: Philip Weide traf nach zwölf Minuten zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, nachdem Philipp Rehs die Hausherren nach einem kapitalen Abwehrfehler der Schwarz-Weißen bereits in der ersten Minute in Führung gebracht hatte. Jan-Philipp Heuer (22.), Moritz Polk (46.) und Geburtstagskind Tobias Hauke (62.) stellten dann in einem offenem Spiel den Endstand her.

Mit dem Andreas Bauch wesentlich besser leben konnte als tags zuvor mit dem 2:5 in Krefeld: "Wir haben viel zu ängstlich gespielt und viele leichte Fehler gemacht", bemängelte der HTC-Trainer, "daher geht diese Niederlage auch in Ordnung." Die schienen Niklas Wellen (5.), Max Wüterich per Siebenmeter (17.) und Oskar Deecke (17.) schon recht früh besiegelt zu haben. Doch dank zweier Eckentore durch Abbas Heider eine Minute und Sebastian Draguhn drei Minuten nach dem Pausenpfiff verkürzten die Schwarz-Weißen auf 2:3. "Da stand die Partie auf der Kippe", gab CHTC-Trainer Matthias Mahn hinterher zu, "aber wir haben weiter nach vorne gespielt und deshalb auch verdient gewonnen."

Die Vorentscheidung bescherte Janick Eschler mit seinem sehenswerten Treffer zum 4:2 (58.), der das Spielgerät vom Schusskreisrand unhaltbar ins obere Toreck setzte. Linus Butt stellte dann in der Schlussminute per Strafecke den Endstand her, der Andreas Bauch zu einem für seine Schützlinge wenig schmeichelhaften Fazit veranlasste: "Abgesehen von den Ecken haben wir heute nicht viele Stärken offenbart."

(NGZ)