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Korschenbroich: Auf Stippvisite im Eifelörtchen Glehn

Korschenbroich : Auf Stippvisite im Eifelörtchen Glehn

Einen Ort namens Glehn gibt es nicht nur in Korschenbroich, sondern auch in der Eifelstadt Mechernich. Dieser ist mit gerade mal 455 Einwohnern allerdings deutlich kleiner. Ein Vergleich der beiden Orte namens Glehn.

Der Blick auf die Landkarte hilft weiter. Nördlich der Gabelung, wo Eselsbach und Mühlenbach einander kreuzen, liegt eine Straße mit dem hübsch klingenden Namen Rote Erde. Diese kleine Straße führt mitten ins Herz von Glehn. Wohlgemerkt: des anderen Glehns. Denn einen Ortsteil namens Glehn gibt es in der Bundesrepublik ganze zwei Mal. In Korschenbroich. Und in dem 27 115 Einwohner zählenden Eifelstädtchen Mechernich. Dort fließen Eselsbach und Mühlenbach, dort führt die Rote Erde in die Ortsmitte. Das Korschenbroicher Glehn ist jedoch so etwas wie der große Bruder, und das hat viele Gründe. Ein Vergleich der beiden Orte.

Die Größe

Glehn in Korschenbroich ist mehr als zwölf Mal so groß wie sein Namensvetter. Im Schatten der Pfarrkirche St. Pankratius leben 6064 Bürger (Stand: 31. Dezember 2012), im Mechernicher Glehn sind es gerade mal 455. Und die müssen — wenn sie sich verabreden — auch noch gehörig aufpassen: In Mechernich gibt's nicht nur ein Glehn, sondern auch einen Ort namens Gehn. Wird das "L" geschlabbert oder überhört, kann's das mit dem vereinbarten Treffen schon gewesen sein — vor allem in der Zeit, bevor Handys und Smartphones in den Alltag einzogen. Ob eine junge Liebe wegen eines fehlenden "L" aber schon mal früh scheiterte ("Warum zum Geier kommt er nicht? Er hat doch gesagt: 17 Uhr in Gehn"), ist nicht überliefert.

Das Alter

Da tun sich beide Orte im Grunde nichts. Ihre Wurzeln reichen ins 12. Jahrhundert zurück. Mittelpunkt der Gemeinschaft im Ort sind die Pfarrkirchen St. Pankratius im Korschenbroicher Glehn und St. Andreas in Mechernich. Länger selbstständig war der Korschenbroicher Ort: Er wurde 1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung in die Stadt eingemeindet. In Mechernich wurden die 44 heute zur Stadt zählenden Orte 1969 zunächst zu zwei, 1972 dann zu einer Kommune zusammengeschlossen.

Der Sport

Da liegt das Korschenbroicher Glehn klar vorne. Zwar wird auch in Mechernich-Glehn fleißig gesportelt, aber einen Fußballverein wie den SV Glehn findet man dort zum Beispiel nicht. Und Golf erst recht nicht. Da hat Korschenbroichs Glehn mit dem zu Lüttenglehn zählenden Rittergut Birkhof ein klares Alleinstellungsmerkmal.

Das kulturelle Leben

Klar, gibt's auch in Mechernich- Glehn Schützen, Karnevalisten und einen Musikverein. Zahlenmäßig können die aber nicht mit ihren Namensvettern aus Korschenbroich mithalten. Allein der Theaterverein Mechernich-Glehn kann auf eine längere Historie (112 Jahre) als das Buretheater (25 Jahre) verweisen. Letzteres gibt aber deutlich mehr Vorstellungen.

(NGZ/url)