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Auf die TG Neuss Tigers wartet in Marburg ein Schlüsselspiel

Basketball : Auf die Tigers wartet in Marburg ein Schlüsselspiel

Zweitligist aus Neuss ist gleich doppelt gefordert: Am Freitag steht das Nachholspiel bei den Young Dolphins an, am Samstag geht‘s nach Braunschweig.

Kriegen die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss noch mal die Kurve? Wenn ja, gäbe es dafür keinen besseren Ort als die Sporthalle Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg. Dort steht nämlich am Freitagabend (20.30 Uhr) das im Abstiegskampf immens wichtige Nachholspiel der Tigers gegen die Young Dolphins auf dem Programm. Ein Sieg der Gäste würde die Kluft zwischen den beiden Teams wieder auf stattliche acht Punkte vergrößern, eine Niederlage die Sorgen der schwächelnden Wildkatzen verdoppeln.

Das Problem: So richtig viel spricht nicht dafür, dass die Tigers im fünften Anlauf 2022 endlich ihr erstes Erfolgserlebnis haben werden. Dazu waren die letzten Auftritte – speziell vor heimischem Publikum gegen Osnabrück (42:66) und den personell extrem geschwächten Spitzenreiter BBZ Opladen (42:62) – einfach zu schwach. Das weiß natürlich auch Trainer Rufin Kendall, und er räumt ein: „Unsere Leistungen waren nicht 1A.“ Darum wurde an der Bergheimer Straße nicht nur hart trainiert, sondern auch Tacheles geredet. Kendall: „Die Mannschaft hat sich Fragen gestellt, aber auch Fragen an mich gerichtet. Alle sind sich einig: Es muss sich was verbessern.“ Und zwar das: „In der Offensive müssen wir effektiver und vor allem mutiger werden. Wer in der Rotation für einen bestimmten Wurf verantwortlich ist, muss ihn auch nehmen. Und in der Verteidigung will ich mehr Aggressivität sehen. Das eine bedingt das andere: Wenn du vorne nicht scorst, bleibt auch die Intensität in der Defense nicht bei 100 Prozent.“

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Gegen die jungen Marburgerinnen hatten sich die Tigers schon beim hart erkämpften 75:68-Sieg im Hinspiel ausgesprochen schwergetan. Im Schnitt zweistellig punkten bei den Dolphins Sarah Lückenotte, Selma Yesilova (jeweils 11,9) und Jasmin Weyell (10,0), brandgefährlich ist auch die erst 18-jährige Flora Lukow (9,2). Zudem ist gerade bei Spielen unter der Woche jederzeit Unterstützung aus der Erstliga-Truppe möglich. So kamem in dieser Saison schon Theresa Simon (ein Einsatz) und Johanna Klug (4) bei den Dolphins zum Einsatz. Kendall: „Darum kannst du dich auf Marburg nicht 1:1 vorbereiten.“ Ob die Neusserinnen ihrerseits auf Nicole Egert (Gehirnerschütterung) bauen können, ist noch nicht raus. Darüber hinaus plagt sich US-Girl Lydia Baxter mit einem schmerzenden Knie herum, hat darum sogar mit dem Training ausgesetzt.

Die Nacht nach der Partie werden die Tigers auf jeden Fall in Marburg verbringen, denn schon am Samstag (18 Uhr) geht es weiter, wartet der Tabellenfünfte Eintracht Braunschweig. Für den Moment liegt der ganze Fokus der Tigers freilich auf dem Duell mit den Young Dolphins. Ein Schlüsselspiel.